Das Frühstücksei

Und sein Ursprung

Zur Sonntagskultur gehört in den Augen vieler ein ordentliches Frühstück. Bei uns im Kloster legen wir Wert darauf, dass wir nach dem morgendlichen Stundengebet nach Möglichkeit gemeinsam am Tisch sitzen, um vor den Messfeiern in den umliegenden Pfarren noch eine kurze Zeit beim Frühstück zu verweilen. Für mich ist es dabei jedes Mal eine Freude, wenn am Sonntag im Unterschied zu den Wochentagen ein Korb voller weich gekochter Eier bereitsteht, um genossen zu werden. Die Hühner haben ja durchaus auch etwas mit dem christlichen Glauben zu tun. Der Hahn z. B. hat seinen großen Auftritt in der Passionsgeschichte Jesu, wenn er nach dem dreimaligen Verrat des Petrus zu krähen beginnt. Im Matthäusevangelium wiederum vergleicht Jesus selbst Gott mit einem Huhn: „Wie oft wollte ich deine Kinder um mich versammeln, so wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel nimmt.“ (vgl. Mt 23, 37b). Und das Ei schließlich ist ein altes Symbol für die Auferstehung. Denn aus dem tot scheinenden Gebilde schlüpft nach dem Brüten ein Küken, das gleichsam wie Christus aus dem Grabe so eben aus der Schale steigt. Mensch und Huhn bilden schon lange eine Gemeinschaft. Hat jemand die Gelegenheit, am eigenen Anwesen unter artgerechten Bedingungen Hühner zu halten, der weiß darum, wie schön es einfach ist, den Hühnern bei ihrem Herumlaufen, beim Hudern im Sand oder beim gelassenen Sonnenbaden zuzusehen. Auf jeden Fall können wir dankbar sein, dass ein Lebewesen wie ein Huhn unser Leben bereichert.

Heilkräuter für Hühner:

Ein gutes und abwechslungsreiches Futter wird von unseren Eierlieferanten gerne angenommen. Neben der Gabe von Kleie, Haferschrot und Rüben soll man auch nicht darauf vergessen, ab und zu getrocknete und gerebelte Blätter von Pfefferminze und Majoran unter das Futter zu mischen. Das unterstützt auf gute Weise das Wachstum der Hühner. Vor allem gilt: je größer der Auslauf, desto reicher wird den gefiederten Freunden die Aufnahme natürlicher Nahrung ermöglicht.

Foto: Kräuterpfarrerzentrum

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