Tiefe Wurzeln und lange Nadeln

Die Waldkiefer verleiht der Luft ihr Aroma

Wald ist nicht gleich Wald. Zwar ist der Ansatz, zwischen Laub- und Nadelwald ohne Beachtung der einzelnen Baumart zu unterscheiden, nicht der schlechteste, doch greift dieser Blickwinkel ein wenig zu kurz. Der natürliche oder auch der vom Menschen gepflanzte Baumbestand hängt von verschiedensten Faktoren ab. An vorderster Stelle steht da allerdings die Menge des jährlichen Niederschlags. In meiner Heimat, dem nordöstlichen Waldviertel, fallen da wesentlich geringere Mengen im Jahresdurchschnitt an als vergleichsweise im Salzkammergut. Dennoch regnet es ein wenig mehr als in der vom pannonischen Klima beeinflussten Osthälfte Niederösterreichs.

Eine Holzart, die mit eher trockenen Standortbedingungen auskommt, ist die Waldkiefer (Pinus sylvestris), die aufgrund ihrer Rindenfarbe auch Rotkiefer genannt wird. Ihr harzreiches Holz wurde einst gern zur Herstellung des zur Beleuchtung notwendigen Kienspans herangezogen. Man tut der Kiefer daher Unrecht, wenn man im Zusammenhang mit einer guten Waldluft nur an die fichtendominierten Wirtschaftswälder oder an das Aroma der zu Weihnachten hochaktuellen Tannenarten denkt. Unsere Lunge profitiert durchaus auch von der Nähe und dem Stoffwechsel der Föhrennadeln, die sich in ihrer Länge ja ohnehin von den anderen Nadelbaumarten unterscheiden. Im neuen Jahr darf daher die Kiefer im Wald und in der Stube zu vermehrten Ehren kommen.

Abfall nach Schlägerungen:

Kiefernreisigbüsche kann man nach Waldschlägerungen einsammeln, um sie in eine Vase zu stellen, um damit den Atemwegen eine sanfte Therapie zu gewähren. Wöchentlich ausgetauscht, bleiben die Zweige frisch und tragen dazu bei, dass es unserer Lunge besser geht.

Kommentare geschlossen.