Kraut und Rüben

Vielen Lesern ein Anliegen

Tohuwabohu ist ein Begriff, den wir normalerweise für ein ziemliches Durcheinander verwenden. Dieses Wort stammt aus dem Hebräischen und kommt schon im ersten Satz des Buches Genesis vor. Wörtlich übersetzt heißt es: wüst und leer. Für etwas Unordentliches gibt es aber noch andere Umschreibungen, wie etwa die Kombination von „Kraut und Rüben“. In früheren Jahrhunderten war es Brauch, Kohlrüben und Kohlkraut miteinander auf einem Beet wachsen zu lassen und eben nicht in Monokultur von anderem Gemüse getrennt auf je eigenen Flächen. Heute möchte ich aber nicht für die Unordnung eine Lanze brechen, sondern vielmehr auf den Wert von beidem, nämlich von Weißkohl und Roten Rüben, hinweisen. Jetzt im Winter ist es ratsam, auf das Sauerkraut, also auf das geraspelte und eingestampfte Weißkraut zurückzugreifen. Bei uns zu Hause stand zu dieser Zeit immer ein eigenes Fass dafür im Keller und ich schätzte schon als Kind den Saft des rohen Sauerkrautes. Frisch abgepackt bekommt man es aber auch im Handel und so kann sich jeder leicht eine Vorspeise anrichten, indem man eine Hand voll Sauerkraut mit frisch geriebenen Karotten vermischt und ein wenig gerissenen Kren hinzugibt. Etwas Kürbiskernöl und Zitronensaft dazu und fertig ist die köstliche Vorspeise. Der Genuss derselben verleiht uns ein körperliches Wohlbefinden und festigt zudem die Denkkraft.

Rote Rüben als Dauerbrenner:

Im Zuge unserer Verdauung wird manches Wertvolle dem Körper zugeführt und mittels des Stoffwechsels über das Blut an die Stellen des Leibes transportiert, die jeweilige Stärkung brauchen. Der Genuss von Roten Rüben belastet im Zuge dieses Prozesses nicht noch zusätzlich den Organismus, sondern bringt auf milde und basische Weise Vitamine, Ballaststoffe und Mineralsubstanzen ein. Das Immunsystem dankt es uns auf jeden Fall, wenn sich der Gaumen beim Verzehren eines Salates aus Rüben rot färbt.

Kraut oder Weisskohl

Mehr Tipps und gute Ratschläge finden sie unter www.kraeuterpfarrer.at.

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