Der Odermennig blüht jetzt

Und hilft der Freude auf die Sprünge

Es ist kaum zu glauben, wie vielfältig die Pflanzenfamilie der Rosengewächse ist. Haben wir uns vielleicht schon daran gewöhnt, dass unter anderem der Kirschbaum und die Zwetschke dazu zählen, so verwundert es bisweilen, wie viel Gewächse von viel geringerer Größe dieser Verwandtschaft angehören. So ist z. B. der Odermennig (Agrimonia eupatoria) einer davon. Er liebt die Sonne und vor allem trockene Böden, die er an den Wegrändern im lichten Wald und zwischen den Feldern vorfindet. Der Odermennig ist eine ausdauernde Pflanze und kann bis zu einem Meter hoch werden. Charakteristisch ist seine schlanke Gestalt, an deren oberen Trieben sich die gelben Blütentrauben bilden, die zwischen Juni und September von unten nach oben aufblühen. In der Naturheilkunde besitzt der Odermennig eine lange Tradition. Der Bogen reicht vom alten Griechenland über den Reichenauer Abt Walahfrid Strabo bis hin zur heiligen Hildegard von Bingen, die diese Heilpflanze als gutes Mittel bei Magenbeschwerden und Hautkrankheiten einzusetzen weiß. Durch seine Inhaltsstoffe wirkt der Odermennig wundheilend, schmerzlindernd und leberstärkend. Dieses Kraut kann vor allem Menschen empfohlen werden, deren Verdauung schleppend vor sich geht und die wie auch immer geartete Eindrücke lange bei sich behalten und schlecht verarbeiten können. Bis in den August hinein kann die ganze Odermennigpflanze gesammelt und an einem luftigen und schattigen Ort getrocknet werden.

Unterstützung bei Magen- und Darmleiden:

Von Hermann-Josef Weidinger ist uns eine gute Teemischung überliefert, die aus 3 Teilen Odermennig, 2 Teilen Kamille und 1 Teil Benediktendistel zusammengestellt wird. Davon übergießt man 1 Esslöffel voll mit 1/4 Liter kochendem Wasser. Anschließend 15 Minuten lang ziehen lassen und abseihen. Über den Tag verteilt kann man 3 Tassen schluckweise trinken.

Odermennig

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