Die Tanne begleitet uns

Ästhetisches und Heilsames

Gerade jetzt, wo alles auf Weihnachten hin ausgerichtet ist und die Adventkränze frisch gebunden sind, wende ich mein Augenmerk auf eine besondere Kostbarkeit in unseren Wäldern. Es ist die Tanne, die forstwirtschaftlich weit hinter die Fichte zurückgetreten ist. Doch freue ich mich immer wieder, wenn ich ihr auf meinen Spaziergängen durch unsere Forste begegne. Die Weißtanne (Abies alba) zählt zur großen Familie der Kiefern-
gewächse.Sie liebt vor allem die Höhenlagen von Mittel- und Hochgebirge, dort kommt sie auch ganz gut mit unwirtlichen Schattenlagen zurecht. In der letzten Zeit wurde oft über die hohe Feinstaubbelastung debattiert, die in Folge der andauernden Inversionswetter-
lage die Mindestwerte überschritt. Wer sich im Winter eine Vase voller Tannenzweige ins Zimmer stellt und diese mit Wasser versorgt, hat einen ganz wirkvollen Luftverbesserer zur Hand. In vitaminarmen Zeiten leidet zudem unser Zahnfleisch und beginnt leichter zu bluten als sonst. Daher ist es ratsam, einige Körner Tannenharz zu kauen, um damit Mund und Rachen zu reinigen und zu desinfizieren.

Eine Übung für die Seele:

Geh dorthin, wo Tannenreisig und Christbaum herkommen: in den Wald. Suche Dir nach Möglichkeit ein altes Exemplar einer Weißtanne und bleibe vor ihr stehen. Nimm mit Deinem Geruchssinn das Aroma auf, das dieser Baum verströmt. Werde still und lass die Ehrfurcht in Dir Platz greifen. Es hat lange gedauert, bis der alte schöne Baum zu seiner Größe heranwuchs. Unser menschliches Leben ist im Vergleich dazu nur kurz.
Nütze daher jeden Tag!

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