Die Sonne unter den Nebel holen

Ysop hebt die Stimmung

Es gibt eine alte Einsicht: Essen und Trinken halten Leib und Seele zusammen.
Wir täuschen uns immer wieder, wenn wir meinen, diese angesprochene Einheit auseinanderdividieren zu können. Gottlob gibt es Menschen, die ihre Wesenseinheit für andere fruchtbar und zugänglich machen. Gerade jetzt drückt das Wetter auf das Gemüt; zumindest dort, wo der Nebel hartnäckig den Sonnenstrahlen den Zutritt zur Erd-
oberfläche verwehrt. Viele Leute leiden darunter, dass sie ihren Blick nicht zum Himmel erheben können, und werden niedergedrückt. Doch die Kräuter können da ihre innere Kraft zur Verfügung stellen. Der Ysop (Hysoppus officinalis) ist ein Lippenblütler und somit ein Sonnenkind. Seine eigentliche Heimat liegt in Südeuropa und in den trockenen Landstrichen des westlichen Asiens. Die Sprosse der Pflanze wachsen schmal und hoch empor. Sie werden von einer Scheinähre bekrönt, auf der nach einer Seite hin gewendet die bläulich bis rotviolett gefärbten Blüten sitzen. Der im Ysop enthaltene Kampfer hat eine erwärmende und aktivierende Wirkung.

Ysop-Teekur

gegen Schwermut:
Getrocknetes blühendes Ysopkraut in einem Verhältnis von 2 Teelöffeln mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen und 15 Minuten lang ziehen lassen. Danach abseihen. 3 Wochen lang jeweils eine Tasse morgens nüchtern und die zweite am Abend vor dem Schlafengehen trinken. Eine Woche lang aussetzen und bei Bedarf wiederholen. Das erhellt das Gemüt und „streichelt“ die Verdauung.

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