Folgen einer langen Reise

Wohltat für die Heiligen Drei Könige

Es ist auch heute noch ziemlich anstrengend, den ganzen Tag unterwegs zu sein und von Haus zu Haus zu ziehen. Das können die vielen eifrigen Sternsinger sicherlich bezeugen, die in den letzten Tagen unermüdlich die Wohnungen besuchten, um für die diesjährige Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar Spenden einzuholen. Wenn dadurch animiert unsere Gedanken nun in die Vergangenheit schweifen und bei den drei Weisen aus dem Morgenland ankommen, die sich intuitiv zum kleinen Jesuskind aufmachten, dann wird wohl ihre Reise auch nicht unbedingt ein Honiglecken gewesen sein. Ihre geistigen Auseinandersetzungen mit Herodes haben wir in der Bibel durchaus anschaulich geschildert. Doch wer bedenkt schon, dass sie auch physische Schmerzen gehabt haben müssen? Ja, und wahrscheinlich wussten die gelehrten Herren noch nicht, wie man aus einer ihrer Gaben eine Lotion gewinnt, die sich schmerzmildernd auf die Glieder, Muskeln und Gelenke auswirkt und zudem noch die Haut ein wenig strafft. Die Rede ist vom Weihrauch, dem Pflanzenharz, das aus dem Weihrauchbaum (Boswellia sacra) gewonnen wird. Der liturgische Gebrauch dieses gehärteten Rindenausflusses ist, denke ich, hinlänglich bekannt. Für Duftschalen gibt es ein ätherisches Öl, das aus Weihrauch gewonnen wird. Doch sollten wir die wohltuende Wirkung eines Ansatzes aus der heiligen Materie nicht unterschätzen.

Weihrauch-Lotion aus Weidingers Erfahrungsschatz:

Es gibt aus der Vergangenheit etliche gute Erfahrungsberichte in der Anwendung dieser Lotion. So kann man die Einreibung bei müden Muskeln und schmerzenden Gelenken verwenden. Spürbare Erleichterung stellt sich auch bei Muskelkater, bei Arthrose und rheumatischen Schmerzen ein. Weiters eignet sich die Weihrauch-Lotion als stärkendes Hautwasser bei anspruchsvoller und zu trockener Haut. Erhältlich ist diese Wohltat im Naturladen des Vereines Freunde der Heilkräuter in Karlstein/Thaya. (www.kraeuterpfarrer.at)

Sternsinger

Mehr Infos zum Verein Freunde der Heilkräuter, Rezepten und Produkten finden Sie auf www.kraeuterpfarrer.at.

Der europäische Lebensbaum

Dem Wacholder gebührt Respekt und Ehre

Wenn es auf Allerheiligen zugeht, strömen wie jedes Jahr viele Leute auf die Friedhöfe, um die Gräber ihrer lieben Verstorbenen in Ordnung zu bringen. Die Ruhestätten der Verewigten werden dabei nicht nur geschmückt, sondern meist auch winterfest bepflanzt. In unmittelbarer Nähe des Grabes von Kräuterpfarrer Hermann-Josef Weidinger hab ich einst einen Wacholder (Juniperus communis) gesetzt, der sich mittlerweile prächtig entwickelt hat. Dieses Zypressengewächs ist durchaus ein Zeichenbaum für das Waldviertel. Als edler Kleinbaum trägt er jahraus und jahrein sein spitznadeliges grünes Kleid. Mir ist aufgefallen, dass man den Wacholder so, wie er bei uns in der Natur vorkommt, nicht leicht in Reih und Glied setzen kann, da jedes Exemplar eine eigenwillige Wuchsform entwickelt. Darin unterscheidet er sich sehr wohl von seinen ausländischen Verwandten, den verschiedenen Thujenarten, die leider immer noch in viel zu großer Zahl rund um unsere Gärten als sterile Hecken gepflanzt werden. Die Wacholderbeeren eignen sich nicht nur zum Würzen und zum Gewinnen eines schmackhaften Destillates. Sie besitzen auch eine Heilkraft, die wir durchaus zu Hilfe nehmen können. Während der Schwangerschaft und bei angeschlagenen Nieren soll man jedoch Produkte aus Wacholderbeeren meiden.

Tropfen und Salbe aus Wacholder:

Vielleicht gibt es bei jemand Probleme mit Blähungen und Gasansammlungen im Verdauungstrakt. Da kann man versuchen, je 5 Wacholdertropfen vor jeder Mahlzeit einzunehmen. Bei Gelenksschmerzen und Rheuma verdünnt man 15 Tropen mit 3 Esslöffeln warmem Wasser und schluckt das Ganze. Die Wacholdersalbe wiederum, in der auch Dachsfett enthalten ist, lindert Blasenschwäche und Blasenentzündung und kann ebenso bei einem Leistenbruch verwendet werden. Wacholdertropfen und Wacholdersalbe können Sie bei unserem Verein „Freunde der Heilkräuter“ erwerben. (Telefonnummer im Rahmen der Kolumne oder www.kraeuterpfarrer.at)

Wacholderzweig