Die Krallen herzeigen

Nägel haben auch beim Menschen einen Sinn

Katzen haben Fans und Feinde unter uns Menschen. Dieses Haustier hat jeweils einen eigenen Charakter, der oft nur schwer zu durchschauen ist. Die Feststellung hat durchaus ihre Berechtigung, wenn behauptet wird: Hunde haben einen Herren, Katzen hingegen einen Diener. Letztere zeigen vor allem ihre Krallen und setzen diese auch gekonnt ein, sofern ihnen etwas nicht passt. Wir Menschen haben es da schon schwerer. Wir können unsere Nägel an Hand und Fuß nicht beliebig ausfahren. Und doch haben sie ihre Funktion. Vor allem sind sie Anzeiger unserer Gesundheit. Mangelerscheinungen können an brüchigen und gesplitterten Nägeln sichtbar werden. Unter anderem ist es wichtig, über die Ernährung dem Körper genug Kieselsäure zuzuführen. Damit bleibt die Struktur der Haare und Nägel kräftig erhalten. Gepflegte und gesunde Finger geben einem zudem Sicherheit im Umgang mit den Menschen. Für unsere Kommunikation miteinander sind ja nicht nur unsere wachen Augen und unser schlagfertiger Mund von Bedeutung, sondern vor allem auch unsere „Greiferchen“, mit denen wir das gesprochene Wort ausdeuten. Sorgen wir also dafür, dass unsere Finger, aber auch unsere Zehen mit ihren Nägeln nicht stiefmütterlich behandelt werden.

Kieselsäure via Tee:

Um Haut, Haar und Nägel zu stärken, kann man folgende getrockneten Kräuter zu gleichen Teilen mischen: Kamille, Heidekraut, Gänsefingerkraut, Zinnkraut und Spitzwegerich. 3 Esslöffel davon setzt man mit einem 3/4 Liter Wasser 3 Stunden lang an. Dann kurz aufkochen und abseihen. In eine Thermosflasche gefüllt, werden 3 Tassen den Tag über davon getrunken. Am besten ist eine Kur von drei Wochen, mit einer Woche Pause und dann erneut drei Wochen lang fortsetzen.

Ackerschachtelhalm

Insektenstiche behandeln

Und sich in der Natur umschauen

Gerade kommen wir von einer Kräuterwanderung nach Hause. Wir, das sind die Teilnehmer des ersten Sommerseminars in Karlstein, das sich mit den praktischen und geistigen Dimensionen der Heilpflanzen auseinandersetzt. Der Umstand, dass sich eben ein Gewitter im Westen zusammengebraut hat, zwingt uns, die Route zu verkürzen und früher heimzugehen. Die schwüle Luft hat auch weitere unangemeldete Gäste auf den Plan treten lassen. Nahe dem Thayafluss haben die Bremsen ihr Revier und so ist es mehr als einsichtig, dass sie die menschliche Nähe ausnützen wollen, um von den freien Hautflächen ein wenig Blut abzuzapfen. Der Spätsommer ist auch die Zeit der Wespen, Hornissen und Bienen, die sich im Fall einer Bedrohung durch einen Stich wehren wollen. Und es sind die Bremsen, Mücken und Zecken, die durch die Haut an die nächstgelegene Ader gelangen möchten. Egal, ob Biss oder Stich: beides hat schmerzhafte und juckende Folgen. Vor einem sommerlichen Spaziergang kann man also vorbeugende Maßnahmen ergreifen. Der Saft einer Petersilie z. B. kann als Abwehr gegen Mücken und Zecken eingesetzt werden, wenn man damit die Haut einreibt. Quendeltee oder ein Lavendel-Ölauszug stehen ebenfalls zur Verfügung, um damit unsere äußerste Schicht vor Insekten zu schützen.

Hilfsmaßnahmen bei Insektenstichen:

Eine Zwiebelscheibe auf die Einstichstelle auflegen, vermindert durch die keimtötende Wirkung Schwellung und Schmerz. Weiters kann man den Stich mit Arnikatinktur betupfen und mit einer Ringelblumensalbe einreiben. Und zu guter Letzt: Blätter von Salbei, Lavendel, Wermut oder Spitzwegerich zerrebeln und auflegen, tut ebenfalls gut.

Zwiebel und Thymian

Mehr Infos zum Verein Freunde der Heilkräuter, Rezepten und Produkten finden Sie auf www.kraeuterpfarrer.at.