Galle und Leber stärken

Die Haut kann dabei vermitteln

Vor einigen Jahren habe ich neben der Sakristei in Harth einen kleinen Wacholder gepflanzt, der mir mittlerweile schon über den Kopf gewachsen ist. Als sich unlängst aufgrund der Witterungslage das Eis auf die Zweige der Bäume gelegt hat, wurde ein Ast derart beschwert, dass er der Last nicht mehr standhielt und abbrach. So liegt es nun an mir, den weggebrochenen Zweig zu entfernen, damit die Wunde am jungen Stamm meines Wacholders wieder heilen kann. Am besagten Ast befinden sich aber schon Beeren, die zwar noch ganz grün gefärbt sind. Dennoch haben diese Früchte mich angeregt, wieder einmal über die heilende Kraft des Wacholders nachzudenken. Immerhin lässt sich ja aus seinen Früchten, die eigentlich mit Fruchtfleisch überzogene Zapfen sind, unter anderem auch ein ätherisches Öl gewinnen, das in der Naturheilkunde einen hohen Stellenwert besitzt. In erster Linie wirkt Wacholderbeeren-Öl keimtötend. Wenn man es zusammen mit Olivenöl vermischt, kann dieser Auszug zur Unterstützung von Massage verwendet werden. Unsere Haut nimmt dabei alles Wertvolle des Wacholders auf und lässt diese auf sanfte Weise bis zu tief darunter liegenden Krankheitsherden vordringen. Somit bietet sich zu den Wegen der Verdauung eine schonende Alternative des Transportes von gesundheitsfördernden Substanzen in das Innere unseres Organismus an.

Wacholderbeeren-Öl einsetzen:

Oft sprechen viele Zeitgenossen irriger Weise von „Sünde“, wenn sie meinen, die Verdauung gerade in den zurückliegenden Feiertagen belastet zu haben. Tun Sie sich etwas Gutes und lassen Sie sich bei Gelegenheit massieren. Am besten verwendet man hierzu einen Ölauszug, der auch im Naturladen Karlstein (Tel.: 02844/7070-11) erhältlich ist. Mithilfe der Wirkstoffe der Wacholderbeeren werden Leberinfektionen gelindert, die Gallensteinbildung hintangehalten und die Darmträgheit gemindert.

Wacholder

Mehr Infos zum Verein Freunde der Heilkräuter, Rezepten und Produkten finden Sie auf www.kraeuterpfarrer.at.

Ein Tee, den man nicht kocht

Eibischwurzeln setzt man lediglich an

Was soll man denn im nächsten Jahr in den Garten setzen? Haben Sie es schon einmal mit dem Eibisch (Althaea officinalis) probiert? Ja, dieses Malvengewächs hat einen hohen Wert für die Naturheilkunde. Zudem erfreuen die Blüten, die entlang der aufrechten Gestalt dieses Krautes wachsen, das Auge des vorübergehenden Betrachters. Die Eibischpflanzen lieben einen tiefgründigen Boden, den man immer wieder etwas feucht halten sollte. Das ganze Jahr über kann man die einzelnen Teile ernten, um sie anschließend zu trocknen. Zuerst kommen die Blüten dran. Dann folgt das Abzupfen der Blätter, die nach der Blütezeit etwas mehr Schleimstoffe enthalten als davor. Und schließlich ist es die Wurzel, die als natürliche Hilfe in die eigene Pflanzenapotheke eingelagert werden soll. Nach dem Ausgraben wird diese fein säuberlich gereinigt und danach rasch getrocknet, damit die Droge nicht von einem zerstörerischen Schimmelpilz befallen wird. Wer also zur rechten Zeit die Heilkräuter aus dem eigenen Garten erntet, der hat für den kommenden Winter oder für plötzlich auftretende gesundheitliche Beschwerden in rechter Weise vorgesorgt. Einen Tee aus der Wurzeldroge des Echten Eibischs darf man nur mit kaltem Wasser herstellen.

Magengeschwüre und Darmstörungen lindern:

Zirka 1 Stunde lang werden 2 Teelöffel getrocknete und zerkleinerte Eibischwurzeln mit 1/4 Liter Wasser angesetzt. In dieser Zeit rührt man ein paar Mal um. Zum Schluss das Ganze durch einen Filter abseihen und erst jetzt auf Trinktemperatur erwärmen. 3-mal täglich je eine Schale dieses Tees trinken. Übrigens: Bei Halsweh kann man auch ein Stück der Wurzel im Mund kauen.

Eibisch