Angenehme Bettgenossen

Getrocknete Kräuter im Kissen

Haben Sie heute Nacht gut geträumt? Oder war’s einfach nur furchtbar? Wir alle wissen um die Wichtigkeit des Schlafes. Unser Leib kann sich ausruhen und unsere Seele wird nicht noch zusätzlich in diesen wertvollen Stunden mit den verschiedensten emotionalen Regungen konfrontiert. Im Gegenteil: das Träumen reinigt unser Inneres. In der hektischen Betriebsamkeit der Wochen vor Weihnachten brauchen wir alle ganz dringend einen guten und ruhigen Schlaf. Heilkräuter in getrockneter Form haben eine sehr große Wirkkraft. Man kann ihre Stoffe nicht nur durch das Kochen eines Tees aus den einzelnen Teilen herauslösen. Oft genügt es schon, die duftenden Kräuter in seiner Nähe zu haben, um mit der Nase das Aroma und über die Haut die gute Ausstrahlung, die ihnen eigen ist, aufzunehmen. Über Nacht geschieht das automatisch, ohne dass wir viel dazu beitragen müssen. Das Bett ist daher der ideale Ort, um sich selbst etwas Gutes zu tun. Unsere Nerven brauchen allemal täglich eine Stärkung mittels der wertvollen Substanzen aus dem Pflanzenreich. Bei Magenbeschwerden oder Hautproblemen tut der Duft der Kamillenblüten dem ganzen Organismus gut. Der Dost wiederum lockert seelische Verkrampfungen und verhilft mir zu einer versöhnlichen Einstellung meiner Umwelt gegenüber. Der Lavendel hebt die Stimmung und beruhigt den Verdauungsprozess. Ja, warum nicht für längere Zeit die Heilkräuter mit ins Bett nehmen, die nichts fordern von uns, sondern vielmehr ihre guten Gaben auf recht sanfte Weise für uns alle hergeben.

Kräuterkissen als Geschenk:

Das Wort „UND“ ist ein sehr wichtiger Wegweiser. Das christliche Hauptgebot weist uns an, Gott über alles zu lieben UND den Mitmenschen UND mich selbst. Jetzt vor Weihnachten denken wir an die Lieben, die wir beschenken wollen. Ein praktischer Tipp: Besorgen Sie sich ein Kräuterkissen für sich und Ihre Lieben. Und danken Sie dem Herrgott täglich für den guten Schlaf der vergangenen Nacht, der ja nicht selbstverständlich stattfinden muss. Kräuterkissen gibt’s bei den „Freunden der Heilkräuter“ (Tel.: 02844/7070-11 oder mehr Infos unter www.kraeuterpfarrer.at). Heute und morgen sind wir zu Gast im Amtshaus des Wiener Bezirkes Meidling in der Schönbrunner-Straße 259.

Kräuterkissen

Mehr Infos zum Verein Freunde der Heilkräuter, Rezepten und Produkten finden Sie auf www.kraeuterpfarrer.at.

Einfache Vollzüge schätzen

Zum Beispiel das Schlucken

Sind Sie heute gut aus dem Bett gekommen? Konnten Sie sich aus eigenen Kräften auf die Beine bringen und ohne Hilfe ins Bad gehen, um sich für den Tag zu rüsten? Schlägt Ihr Herz noch? Atmen Sie in gewohnter Weise ein und aus? Vielleicht wundern Sie sich gerade darüber, welch komische Fragen der Kräuterpfarrer denn heute wieder stellt. Ich möchte damit bewusst unser Augenmerk auf das lenken, was nicht unbedingt selbstverständlich ist. Sobald nämlich ein Erdenbürger durch eine schwere Krankheit gezeichnet oder durch eine Behinderung beeinträchtigt wird, bekommen meine eingangs gestellten Fragen sofort ein höheres Gewicht und klingen zudem nicht mehr eigenartig. Um bei einer vermeintlichen Kleinigkeit zu bleiben, denke ich gerade an das Schlucken. Dieser bewusst steuerbare Reflex ist notwendig, um alles, was wir mittels unseres Mundes aufnehmen, in die Speiseröhre weiter zu transportieren. Menschen, die nicht schlucken können, müssen über eine extra gesetzte Sonde ernährt werden, um nicht zu verhungern. Ich möchte heute einmal ganz bewusst mein Mitgefühl denjenigen gegenüber zum Ausdruck bringen, die selbst nicht mehr schlucken können oder die Angehörige mit diesem Mangel betreuen. Fast lächerlich scheinen dagegen die Beschwerden, die sich bei uns einstellen, wenn Halsschmerzen das Schlucken plötzlich erschweren. Dennoch leiden vor allem Kinder darunter. Die Natur springt auch hier ein.

Gurgeln mit Tee:

Von getrockneten und zerkleinerten Salbeiblättern oder Kamillenblüten nimmt man je 1 vollen Teelöffel, den man mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießt und 15 Minuten ziehen lässt. Auf Trinktemperatur abgekühlt, kann der Aufguss mehrmals am Tag zum Gurgeln verwendet werden. Dabei auch die zwei verschiedenen Sorten abwechselnd anwenden. Mit dem jeweiligen Tee soll man dann mindestens 1 Minute lang gurgeln.

Salbei mit Blüten und Knospen

Mehr Infos zum Verein Freunde der Heilkräuter, Rezepten und Produkten finden Sie auf www.kraeuterpfarrer.at.

Die Krallen herzeigen

Nägel haben auch beim Menschen einen Sinn

Katzen haben Fans und Feinde unter uns Menschen. Dieses Haustier hat jeweils einen eigenen Charakter, der oft nur schwer zu durchschauen ist. Die Feststellung hat durchaus ihre Berechtigung, wenn behauptet wird: Hunde haben einen Herren, Katzen hingegen einen Diener. Letztere zeigen vor allem ihre Krallen und setzen diese auch gekonnt ein, sofern ihnen etwas nicht passt. Wir Menschen haben es da schon schwerer. Wir können unsere Nägel an Hand und Fuß nicht beliebig ausfahren. Und doch haben sie ihre Funktion. Vor allem sind sie Anzeiger unserer Gesundheit. Mangelerscheinungen können an brüchigen und gesplitterten Nägeln sichtbar werden. Unter anderem ist es wichtig, über die Ernährung dem Körper genug Kieselsäure zuzuführen. Damit bleibt die Struktur der Haare und Nägel kräftig erhalten. Gepflegte und gesunde Finger geben einem zudem Sicherheit im Umgang mit den Menschen. Für unsere Kommunikation miteinander sind ja nicht nur unsere wachen Augen und unser schlagfertiger Mund von Bedeutung, sondern vor allem auch unsere „Greiferchen“, mit denen wir das gesprochene Wort ausdeuten. Sorgen wir also dafür, dass unsere Finger, aber auch unsere Zehen mit ihren Nägeln nicht stiefmütterlich behandelt werden.

Kieselsäure via Tee:

Um Haut, Haar und Nägel zu stärken, kann man folgende getrockneten Kräuter zu gleichen Teilen mischen: Kamille, Heidekraut, Gänsefingerkraut, Zinnkraut und Spitzwegerich. 3 Esslöffel davon setzt man mit einem 3/4 Liter Wasser 3 Stunden lang an. Dann kurz aufkochen und abseihen. In eine Thermosflasche gefüllt, werden 3 Tassen den Tag über davon getrunken. Am besten ist eine Kur von drei Wochen, mit einer Woche Pause und dann erneut drei Wochen lang fortsetzen.

Ackerschachtelhalm