Hollerie – Hollera

Wasser ist zum Waschen da!

Die Lehrer haben es oft nicht leicht. Seit Jahrhunderten schon wird nach einem Trichter geforscht, den man den Schülern ansetzen kann, um auf diese Weise das nötige Wissen und so manch wichtige Erkenntnis einfüllen zu können; doch weit und breit ist in diesem Begehr nichts in Sicht. So bleibt oft nur die ernüchternde Feststellung: Denken ist Mangelware. Allen hinter der Schulbank Sitzenden zum Trost sei gesagt, dass dieses Phänomen durchaus auch in den Abläufen des alltäglichen Lebens außerhalb der Schule zu finden ist. Wie auch immer: der Mensch darf sein Gehirn durchaus im Zusammenhang des ganzen Körpers wahrnehmen und über die Wahrnehmung und Vermittlung der Haut aktivieren. Und in einem alpinen Land ist der beste Helfer in Hülle und Fülle da, der hierin eine große Unterstützung anbieten kann: das Wasser. Gerade in der Frühe ist es gut, den Körper auf Schwung zu bringen, ohne ihn aber zu stressen. Am besten geht man sofort nach dem Aufstehen zu einem Wasserhahn und lässt über die gefalteten Hände 10 Sekunden lang das kalte Nass drüberrinnen. Danach schüttelt man die Hände aus, ohne sie abzutrocknen. Nur wenn die Zeit zu kurz ist, greift man anschließend zum Handtuch. Diese kalte Handdusche stärkt die innere Ruhe, die man vom Schlaf mitbringt und lässt einen gut in den Tag hineingehen. Bei Kopfschmerzen oder starken Ermüdungserscheinungen wiederum kann man eine Handvoll heißes Wasser und hernach sofort in gleicher Weise kaltes Wasser über das Genick laufen lassen oder mit einem Waschlappen auftragen.

Klarer Kopf und kaltes Wasser:

Vor Entscheidungen oder immer, wenn man das nüchterne Denken braucht, greife man auf die oben beschriebene morgendliche Handdusche auch während des Tages zurück. Das Gute Einfache steckt oft in der Wasserleitung nebenan!

Kalte Wasseranwendung (Künstler: Georg Schulnig)

Mehr Infos zum Verein Freunde der Heilkräuter, Rezepten und Produkten finden Sie auf www.kraeuterpfarrer.at.

Die Krallen herzeigen

Nägel haben auch beim Menschen einen Sinn

Katzen haben Fans und Feinde unter uns Menschen. Dieses Haustier hat jeweils einen eigenen Charakter, der oft nur schwer zu durchschauen ist. Die Feststellung hat durchaus ihre Berechtigung, wenn behauptet wird: Hunde haben einen Herren, Katzen hingegen einen Diener. Letztere zeigen vor allem ihre Krallen und setzen diese auch gekonnt ein, sofern ihnen etwas nicht passt. Wir Menschen haben es da schon schwerer. Wir können unsere Nägel an Hand und Fuß nicht beliebig ausfahren. Und doch haben sie ihre Funktion. Vor allem sind sie Anzeiger unserer Gesundheit. Mangelerscheinungen können an brüchigen und gesplitterten Nägeln sichtbar werden. Unter anderem ist es wichtig, über die Ernährung dem Körper genug Kieselsäure zuzuführen. Damit bleibt die Struktur der Haare und Nägel kräftig erhalten. Gepflegte und gesunde Finger geben einem zudem Sicherheit im Umgang mit den Menschen. Für unsere Kommunikation miteinander sind ja nicht nur unsere wachen Augen und unser schlagfertiger Mund von Bedeutung, sondern vor allem auch unsere „Greiferchen“, mit denen wir das gesprochene Wort ausdeuten. Sorgen wir also dafür, dass unsere Finger, aber auch unsere Zehen mit ihren Nägeln nicht stiefmütterlich behandelt werden.

Kieselsäure via Tee:

Um Haut, Haar und Nägel zu stärken, kann man folgende getrockneten Kräuter zu gleichen Teilen mischen: Kamille, Heidekraut, Gänsefingerkraut, Zinnkraut und Spitzwegerich. 3 Esslöffel davon setzt man mit einem 3/4 Liter Wasser 3 Stunden lang an. Dann kurz aufkochen und abseihen. In eine Thermosflasche gefüllt, werden 3 Tassen den Tag über davon getrunken. Am besten ist eine Kur von drei Wochen, mit einer Woche Pause und dann erneut drei Wochen lang fortsetzen.

Ackerschachtelhalm

Vor dem Winter wächst das Fell

Ein Grund, um uns ums Haar zu kümmern

Mit Haut und Haar! – Alles, was unseren Körper umgibt und schützt, ist wertvoll. Es bezeichnet sozusagen das Ganze, weil wir uns damit mehr oder weniger sehen lassen können. So dient unsere Eitelkeit, die wir im rechten Maße auch pflegen und gleichzeitig damit beherrschen sollen, dafür, dass wir gut miteinander kommunizieren können. Denn wir tun uns ja verständlicherweise auch schwer mit Menschen, die ungepflegt sind. Es darf uns also ruhig etwas wert sein, ein wenig auf unsere äußere Schicht zu schauen. Die felltragenden Tiere haben hierin einen Vorteil, weil sie der Jahreszeit entsprechend ihr Fell jeweils komplett wechseln können. Aufgrund der kulturellen Errungenschaft menschlicher Kleidung haben Haare zum Schutz des Körpers und zur Regelung der Temperatur schon lange an Bedeutung verloren. Dennoch darf der verbliebene Rest vor allem im Bereich unseres Haupts eine liebende Sorge erfahren. Wenn auch die Kosmetikindustrie einiges an Wohltaten für unser Haar bereit hat, dürfen wir ebenfalls die verborgenen Essenzen in Form der Inhaltsstoffe vieler Heilkräuter für unser Äußeres zu Hilfe nehmen. Hier ein konkretes Beispiel:

Kapuzinerkressen-Salat:

Frisches Kraut der Kapuzinerkresse wird zu einem Salat zubereitet, den man je nach Geschmack mit einem bekömmlichen Dressing anrichtet. Regelmäßig genossen, wirkt das über die Verdauung auf die Haarwurzeln und verstärkt so den Haarwuchs. Leute mit einem empfindlichen Magen sollten dem Salat reichlich Öl beigeben, damit die Schleimhäute von Darm und Magen nicht zu sehr gereizt werden.

Kapuzinerkresse