Wärme von innen heraus

Mit Pflanze und Tier auf Weihnachten zu

Der Adventkalender des Kräuterpfarrers begann damit, dass am 1. Adventsonntag der Esel Balduin vorgestellt wurde, der uns als kluges Lasttier hilft, auf Weihnachten zuzugehen. Auf seinem Rücken sitzen gleichsam schon einige Pflanzen und Tiere, die uns darin unterstützen, das Leben in den Sinn- und Gesundheitsfragen zu meistern. Heute laden wir unserem Balduin ein Gewürz auf, das nicht sehr schwer von Gewicht ist. Umso würziger und angenehm scharf ist sein Geschmack. Die Rede ist vom Ingwer (Zingiber officinale), der vielen von uns bekannt ist. Nach dieser Pflanze ist eine ganze Pflanzenfamilie (Zingiberaceae) benannt. Für die Heilkunde und für die Küche ist vor allem der unterirdische Spross des Gewächses von großem Interesse. Der Ingwer wird schon seit Jahrhunderten aus Gebieten mit tropischem Klima rund um den Erdball in unsere Heimat importiert, so dass es sich gar nicht mehr präzise sagen lässt, wo dieses Gewürz ursprünglich wild vorkam. Der Ingwer-Wurzelstock beinhaltet verschiedene Stoffe, wie z. B. ätherische Öle und verschiedene Scharfstoffanteile. Vor allem die fernöstliche Medizin kennt daher seine Verwendung bei verschiedensten Krankheiten der Atemwege und des Bewegungsapparates. Dass so manche Weisheit aus dem Osten nicht zu unterschätzen ist, werden uns nach Weihnachten die Weisen aus dem Morgenland unter Beweis stellen.

Verdauungsprobleme und Blähungen:

Ingwerwurzel lässt sich trocknen und pulverisieren. Von der damit gewonnenen Substanz nimmt man 3-mal täglich 1 Messerspitze voll, vermischt sie mit 1 Teelöffel Honig und trinkt am besten 1 Glas Schwarzen Ribiselsaft hinterdrein. Das behebt so manches Problem im Magen- und Darmbereich.

Ingwer

Mehr Infos zum Verein Freunde der Heilkräuter, Rezepten und Produkten finden Sie auf www.kraeuterpfarrer.at.

Ein Gruß aus Südasien

Die Gelbwurzel ab und zu verwenden

Im Zeitalter der Globalisierung fällt es kaum mehr auf, wenn man um sich herum fremdländische Tiere, Gebrauchsgegenstände oder Gewürze hat. Wenn ich durch unseren Naturpark gehe und in der Vogelvoliere den prächtigen Pfau sein Rad schlagen sehe, dann werde ich immer sanft daran erinnert, dass es schon lange Tradition hat, sich in Europa mit „fernöstlichen Federn“ zu schmücken. Ein wertvolles Ingwergewächs aus der Heimat des Pfaues ist die Gelbwurzel (Curcuma longa), die auch unter ihrem wissenschaftlichen Namen bekannt und geschätzt ist. Der Geruch dieser dunkelgelb gefärbten Wurzel ist ingwerähnlich und angenehm aromatisch, der Geschmack wiederum ein wenig bitter und würzhaft brennend. Schon im Mittelalter wurde diese Küchenzutat nach Europa importiert und vor allem zum Färben verschiedenster Gerichte verwendet. Kaum einer hat bedacht, dass man damit auch den Speisen einen gesunden Beitrag hinzugefügt hat. In mancher Soße, die vor allem bei Rezepten rund um das Huhn oder den Fisch angerührt werden, können wir auch heute auf das Kurkumapulver im rechten Maß zurückgreifen. Ja, es darf schon ab und zu exotisch schmecken. Beim Genuss derartiger Köstlichkeiten soll dennoch der hohe Wert allein schon durch den weiten Transport derartiger Spezereien bedacht werden.

Kurkumagewürz als Hausmittel:

In der Gelbwurzel steckt unter anderem auch eine keimtötende Kraft. So kann man bei Gelbsucht, Gallensteinbildung oder Gallenblasenentzündung täglich eine Messerspitze voll pulverisierter Kurkumawurzel einnehmen. Am besten trinkt man dann einen oder mehrere Schluck Wasser hinterdrein.

Gelbwurzel