Zwei Wege

Mit ätherischen Ölen dem Atem helfen

Die Zeit der Erkältungen, des Schnupfens und des Hustens ist längst schon wieder angebrochen. Ist die Atmung beeinträchtigt, leiden unsere physische Aktivität und gleichzeitig unser Gemüt darunter. Denn das Atmen ist einfach lebensnotwendig. Gesunde körperliche „Luftkanäle“ erlauben einen störungsfreien Austausch von sauerstoffreicher Luft beim Einatmen mit kohlendioxidreicher Luft beim Ausatmen. Sind nun die Atemwege verschleimt und entzündet, merken wir durch einen leichten oder kräftigeren Schmerz den Bereich unseres Organismus, der ansonsten kaum wahrgenommen wird und regelmäßig einen lebenserhaltenden Prozess vollführt. Um die Atemwege im Falle einer Beeinträchtigung in sanfter Weise zu stärken, kann man auch auf ätherische Öle zurückgreifen. Sie gelangen über zwei Wege zu ihrer Wirkung. Einerseits können sie durch das Einatmen an die gewünschten Stellen gelangen. Andererseits kann die Wirkung der Öle auch über unser größtes Organ, die Haut, aufgenommen und verwertet werden. Dabei haben sich vor allem die ätherischen Öle von Thymian, Latsche, Kiefernnadeln und Fenchel bewährt. Wer diese feinen Substanzen verwendet, achte drauf, dass die Haut nicht zu sehr durch die Verdampfung der Öle austrocknet. So kann mit milden natürlichen Hautlotionen diese Nebenwirkung abgefangen werden.

Körperzonen für Einreibungen:

Bei Erkrankungen kann man die oben angeführten Öle in folgender Weise auf die Haut auftragen: als Einreibestellen eignen sich die Reizzonen der beiden Fußsohlen und die Innenseiten der beiden Oberarme zwischen Ellbogen und Gelenkskugel an der Schulter, wobei die Achselhöhle ausgenommen bleibt. Hilfreich erweist sich weiters sowohl eine Öleinreibung direkt auf der Brust als auch am Rücken zwischen den Schulterblättern.

Kiefernzweige

Ein heilender Klassiker

Die Kamille begleitet behutsam

Mittlerweile sind die Gärten wiederum ausgeräumt und die Beete schauen mit einer schutzlosen Erdschicht zum Himmel. Der Winter soll nun das Seine tun, damit im Frühjahr erneut die Pflanzen unserer Wahl heranwachsen und gedeihen können. Doch was kann ich im nächsten Jahr aussäen, um auch Heilkräuter an meiner Seite zu haben? Da hätte ich einen guten Tipp: Vergessen Sie auf die Echte Kamille (Matricaria chamomilla) nicht. Die Auspflanzung dieses beliebten und bekannten Heilkrauts ist sehr einfach. Hat man sie einmal angesät, so sorgt sie Jahr für Jahr selber dafür, dass es rundherum Nachkommen gibt. Sollten die kleinen Kamillenpflänzchen dort aufgehen, wo man sie nicht haben möchte, kann man sie im zeitigen Frühling ausgraben und versetzen. Natürlich ist es sehr bequem, die im Handel erhältlichen Teebeutel mit Kamillendroge zur Hand zu nehmen. Von einer anderen Qualität ist es aber, wenn man selbst den prominenten Korbblütler zieht und erntet. Will man die Blüten der Echten Kamille lagern, soll darauf geachtet werden, dass die Droge ganz durchgetrocknet ist. Andernfalls leiden der Geschmack und die Wirkung. Durch die ätherischen Öle der Kamille profitiert der Organismus in allen heilenden Prozessen.

Kamillenöl selbst gemacht:

In einem Verhältnis von einem Teil Kamillenblüten und 4 Teilen kaltgepresstem Olivenöl wird beides zusammen in einem weithalsigen Glas angesetzt. Gut verschlossen bleibt es 14 Tage lang in einem warmen Raum abseits der prallen Sonne stehen. Danach wird das Öl durch ein Leinentuch abgeseiht und der Blütenrückstand ausgepresst. Dieses Öl wirkt krampflösend und stillt innere Schmerzen. Den Bauch der Kleinkinder kann man damit einreiben, wenn sie unter Blähungen leiden.

Kamille