Wohltat vom Baum

Mit Lärchennadeln baden

Als ich unlängst mit Schülern einer Sonderschule im Naturpark Geras eine Führung machen durfte, war es mir ein Anliegen, die jungen Menschen zu ermutigen, mit dem Tastsinn die Pflanzen zu erspüren. Dies ist einmal eine ganz andere Art, wie wir im wahrsten Sinn des Wortes mit der Natur auf Tuchfühlung gehen können. Wir landeten bei unserem Gang auch bei den Lärchen (Larix decidua). Für mich selbst durfte ich dabei feststellen, wie weich sich deren Nadeln selbst jetzt im Herbst noch anfühlen. Diese Baumart zählt in höheren Lagen zu einer gesunden Biodiversität des Berg- und Hügellandes, wird aber darüber hinaus auch forstlich genutzt. Sie sticht vor allem in den frühen Wintermonaten ins Auge, wenn sie sich in ein goldgelbes Kleid hüllt. Im späten Sommer kann das Nadelkleid der Lärche jedoch behutsam abgezupft und an einem schattigen Platz gründlich getrocknet werden. Es birgt sich darin vor allem wertvolles ätherisches Öl. Zusätzlich sind auch Harze, Harz- und Bernsteinsäure enthalten. In vielen Anliegen, die unsere Haut betreffen, lässt sich die Lärche nutzen, um unser Wohlbefinden zu steigern. Das ist wahrscheinlich vor allem dann sinnvoll, wenn sich auf der Körperoberfläche Probleme einstellen. Hautflechten und Ausschläge zählen dazu wie auch eine vermehrte Schuppenbildung. Lärchennadeln eignen sich übrigens auch dafür, um sie als Badezusatz zu verwenden. Wie das konkret geht, möchte ich hier beschreiben.

 

Lärchennadeln aufgießen

Von getrockneten Lärchennadeln 50 g mit 2 Liter kochendem Wasser überbrühen. 15 Minuten lang zugedeckt ziehen lassen und dann abseihen. Den Lärchennadel-Aufguss anschließend in die bereits mit warmem Wasser gefüllte Badewanne leeren. 20 Minuten darin baden. Um die Haut zu stärken, ist es sinnvoll, 2-mal pro Woche ein solches Bad durchzuführen. Ein Lärchennadel-Bad besitzt zudem einen entspannenden und beruhigenden Effekt. www.kraeuterpfarrer.at

Lärchenzweig © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya

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