Für eine weiche Haut

Das Seifenkraut nutzen

Die Wiesenblumen auf unseren Fluren entfalten für gewöhnlich ihre volle Pracht im späteren Frühling oder im beginnenden Sommer. Dann werden sie nach und nach rarer und es nehmen andere Gewächse ihre Stelle ein, die Wegränder und Waldsäume zieren. Da und dort tritt auf feuchteren Stellen der pflanzlichen Naturbühne eine besondere Art vor den Vorhang, wenn der Sommer sich neigt. Es ist das Seifenkraut (Saponaria officinalis). Gewiss kann diese zu den Nelkengewächsen zählende Blume auch durchaus in den Gärten als pflegeleichte Bereicherung dienen. Aber in der freien Natur wird man das Seifenkraut am ehesten nahen verschiedenen Gewässer entdecken können. Ich lade auf jeden Fall herzlich dazu ein, auf eine Entdeckungstour zu gehen, um das persönliche Pflanzenwissen wieder um ein kleines Stück zu erweitern. Vor allem in den Blättern und noch vielmehr in den Wurzeln der Pflanze findet sich der Inhaltsstoff Saponin vor, der augenscheinlich namensgebend geworden ist. Sobald man die genannten Pflanzenteile zerkleinert und einige Zeit in Wasser ansetzt, bildet sich eine angereicherte Flüssigkeit, die beim Umrühren und Sprudeln einen Schaum bildet. Übrigens hat man das Seifenkraut in früheren Jahrzehnten herangezogen, um die Wäsche damit sauber zu bekommen. Und bis heute kann es angezeigt sein, vor allem heikle und wertvolle Stoffe mithilfe dieser speziellen pflanzlichen Kraft zu reinigen. Das ist sicher eine der schonendsten Vorgangsweisen dieser Art. Was ebenso empfindlich wie anspruchsvoll sein kann, ist unsere eigene Haut. Diese lässt sich gleichermaßen mit dem Seifenkraut pflegen.

 

Badezusatz aus Seifenkraut

5 gehäufte Esslöffel voll getrocknete und zerkleinerte Wurzeln des Seifenkrautes 3 bis 5 Stunden lang in 1 l kaltem Wasser ansetzen. Danach erwärmen, aber nicht kochen. Dann abseihen und in die bereits gefüllte Badewanne als Zusatz hineinleeren. Ca. 20 Minuten im Wasser bleiben. Das hilft mit, die Haut zu erweichen, vor allem wenn sie dazu neigt zu schuppen oder sich rau anzufühlen. www.kraeuterpfarrer.at

Seifenkraut (Saponaria officinalis) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya

 

 

 

 

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