Erfrischung für den Atem

Meisterwurz ansetzen

Alle fragen wir uns, welche Ressourcen uns in Zukunft zur Verfügung stehen werden. Das betrifft die Energieversorgung ebenso wie die Ernährungssicherheit rund um den ganzen Globus. In Sachen unseres leiblichen Wohlbefindens hält die Natur stets etwas bereit und das immerhin schon seit Menschengedenken. In einem schier unüberschaubaren Reichtum stehen uns vor allem wertvolle Kräuter zur Verfügung. Heute möchte ich mich insbesondere der Meisterwurz (Imperatoria ostruthium) zuwenden, die es bevorzugt, in alpinen Regionen zu wachsen. Wie ihr Name schon besagt, steckt in der Wurzel der Pflanze die heilsame Kraft. Die Inhaltsstoffe, die dort eingelagert sind, setzen sich aus Bitter- und Gerbstoffen, ätherischem Öl sowie auch aus Pektin und Harzen zusammen. In den Überlieferungen der Klostermedizin finden wir Hinweise, dass die Meisterwurz hauptsächlich für die Unterstützung des Magens und der Atemwege herangezogen wurde. Diesmal möchte ich dazu raten, die Gabe aus den Bergen vor allem dafür zu verwenden, um den Atem zu erfrischen. Das kann gerade jetzt in den warmen Wochen und Monaten nicht schaden. Übrigens lässt sich die Meisterwurz auch im eigenen Garten ziehen. Im Internet gibt es zahlreiche Texte zur Pflege dieser liebenswürdigen Pflanze zu finden bzw. ebenso die Adressen der Fachgärtnereien, die dieses Gewächs im Angebot haben. Vielleicht plant ja jemand, in Zukunft den eigenen Kräutergarten damit zu bestücken. Nutzen wir also die Angebote der Natur und gehen wir gleichzeitig respektvoll mit dieser grünen Schatzkammer um.

 

Ansatz mit Wasser 

Von der getrockneten und zerkleinerten Wurzel der Meisterwurz ein paar Stück (ca. 1 Teelöffel voll) am Abend in ein Trinkglas geben und dann mit kaltem Wasser auffüllen. Über Nacht zugedeckt stehen lassen. Am Morgen ganz einfach abseihen und schluckweise trinken. Das unterstützt nicht nur eine gute Verdauung, sondern erfrischt gleichzeitig den Atem. www.kraeuterpfarrer.at

Meisterwurz (Peucedanum oder Imperatoria ostruthium) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya

 

 

 

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