Haarpflege einmal anders

Zum Beispiel mit Blutweiderich

Was momentan von einem Großteil unserer Bevölkerung gefordert wird, ist schlicht und einfach Geduld. Es bedarf meiner Meinung nach unbedingt einer charakterlichen Festigkeit, um diese Tugend zum Tragen bringen zu können. Das gilt übrigens nicht bloß für kleine Kinder. Trotzdem wünschen wir uns alle einen abwechslungsreicheren Tagesablauf, als dieser gegenwärtig mit dem Lockdown nur schwer möglich ist. Wir dürfen aber dieses Bedürfnis auf die Beachtung und Pflege unseres Körpers umlenken. Im Blutweiderich (Lythrum salicaria) steht uns ein vielseitig einsetzbares Heilkraut zur Verfügung, das uns während des ganzen Jahres gut ansteht und Abwechslung in den Alltag bringen kann. In ihm sind u. a. Gerbstoffe, ätherisches Öl und auch Anthocyanin enthalten. Für gewöhnlich wird der Blutweiderich daher herangezogen, um dem Magen eine Hilfe zukommen zu lassen oder bei verstärkt auftretenden Blutungen den Körper zu unterstützen. Aber es gibt noch eine Variante, die dem Thema der Pflege des physischen Äußeren eine Erweiterung der Möglichkeiten liefern kann. Diese bezieht sich speziell auf die Haare, die – wenn wir es genau nehmen – ja auch einem täglich gleichbleibenden Trott unsererseits unterliegen können. Unter der Dusche gibt es eben nur ein Shampoo. Das muss aber nicht so bleiben. Kräuter tun den Haaren ja auch gut. Also ist der Blutweiderich sicher ein gutes Angebot, mit dem man sich der jeweils vorhandenen Pracht am Kopf zuwenden kann.

Ansatz für die Haare

Vom getrockneten blühenden und zusätzlich zerkleinerten Kraut des Blutweiderichs nimmt man 4 Esslöffel voll. Diese Menge übergießt man mit 1 Liter heißem – aber nicht kochendem – Wasser. 3 Stunden lang zugedeckt stehen lassen. Dann abseihen und noch einmal ein wenig anwärmen. Anschließend die Haare damit gründlich durchwaschen. Zum Schluss föhnen oder am besten an der Luft trocknen lassen. Diese Methode festigt die Haare samt der Kopfhaut und verleiht den Haaren ein frischeres Aussehen. www.kraeuterpfarrer.at

Blutweiderich (Lythrum salicaria) ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya

 

 

Kommentare geschlossen.