Stärkt die Haut

Pfennigkraut verwenden

Dieser Sommer hat es in sich. In letzter Zeit können wir uns wohl kaum darüber beklagen, dass es zu wenig an Niederschlägen gibt. Das Gegenteil war der Fall. Von den zurückliegenden Wochen dürfen wir wohl behaupten, dass sie wettermäßig eher durchwachsen waren. Das gereicht der Natur nicht unbedingt zum Nachteil. Leider vermehrten sich dadurch auch stechende Insekten, die sich über uns herstürzen, sobald wir ihnen ein wenig bloße Haut zugänglich machen. Mit dem Pfennigkraut (Lysimachia nummularia) möchte ich mich ebenfalls der physischen Außenschicht zuwenden, jedoch nicht, um in irgendeiner Weise einen Blutzoll einzufordern. Ganz im Gegenteil! Denn dieses am Boden entlang wachsende pflanzliche Geschöpf ist eher dazu angetan, der Haut pflegende und stärkende Wirkungen entgegenzubringen. Flavonoide, Schleimstoffe und vor allem Gerbstoffe zeichnen dieses Gewächs aus, das man früher des Öfteren heranzog, um damit dem Leib etwas Gutes zu tun. Es scheint mittlerweile jedoch eher in Vergessenheit geraten zu sein. Vor allem für eine äußerliche Anwendung steht es aber bis heute zu Verfügung. Wenn sich auf der Haut eine Rötung zeigt oder sich gar ein Ekzem festsetzt, so ist es sicher vernünftig, dies von ärztlicher Seite diagnostizieren und wenn nötig therapieren zu lassen. Generell möchte ich in diesem Zusammenhang wieder einmal darauf hinweisen, dass man sich nach einem intensiven Sonnentanken – was gerade in der gegenwärtigen Zeit beim Relaxen sowie bei oft anstrengenden und schweißtreibende Arbeiten unter freiem Himmel vollzogen wird – Veränderungen auf der Haut ohne viel Zögern einem prüfenden dermatologischen Blick unterziehen lassen sollte, weil z. B. maligne Melanome eine für den ganzen Körper bedrohliche Erkrankung darstellen können. Ein ganz anderes Thema sind hingegen entzündliche Herde und Ekzeme. Zum Begleiten der dadurch ausgelösten Symptome kann ein Kräuterbad eine entspannende Möglichkeit bereitstellen.

Pfennigkraut-Bad

Vom Pfennigkraut nimmt man im Stadium der Blüte die frischen Triebe und zerkleinert sie, indem man sie mit einem Messer fein schneidet bzw. auch hackt. Eine Menge von 100 g übergießt man mit 3 Liter kochendem Wasser. 30 Minuten lang ziehen lassen und dann abseihen. In einer Wanne dem Badewasser beifügen und ca. 20 Minuten mit dem gesamten Körper darin baden. Das bringt für die Haut eine zusammenziehende Wirkung mit sich, die somit gestrafft und gestärkt wird. Tut vor allem bei Ekzemen gut. www.kraeuterpfarrer.at

Pfennigkraut (Lysimachia nummularia) ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





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