Der Haut zuliebe

Die Beeren der Ebereschen aufbereiten

Wenn sich nun das Jahr bereits in Richtung Herbst bewegt – ohne den vorherrschenden Sommer damit kleinreden zu wollen – so ist es für mich immer wieder beeindruckend, wie sich die Landschaften unter jeweilig unterschiedlichen Lichtverhältnissen präsentieren, vor allem am Abend wirft nun die Sonne wieder vermehrt Schatten, da sie ihre Strahlen vor dem Untergehen seitlich über Waldränder und Architekturstrukturen legt, die somit verstärkt hervortreten. Und die Pflanzen liefern so manchen Farbtupfer dazu. Ein ganz besonderes Rot erstrahlt in Form der Beeren in den Kronen der Ebereschen (Sorbus aucuparia). Dieses Rosengewächs kommt ohnehin häufig in unseren Wäldern vor und muss dort nicht extra kultiviert werden. Nichtsdestotrotz gibt es auch die gezüchteten Arten wie etwa die der Mährischen Eberesche. Ich empfehle stets, die Eberesche bei Gartengestaltungen mit einzubeziehen, weil diese nicht nur eine Zier darstellt, sondern gleichzeitig eine Futterquelle für zahlreiche Vogelarten liefert, die vor allem im Winter dankbar die noch an den Zweigen übrig gebliebenen Beeren als Mahlzeit annehmen können. Die Ebereschenfrüchte können auch kulinarisch auf verschiedene Weise aufbereitet werden. Nicht zu vergessen ist ebenso der köstliche Brand, der mit Namen Vogelbeerschnaps einen willkommenen Aperitif abgibt. Da die Beeren einen hohen Gerbstoffgehalt aufweisen, ist es günstig, die Früchte eine Zeitlang in Wasser einzuweichen, ehe man darangeht, ein Mus oder eine Marmelade damit zu machen. Und hierbei kommt es zu einem Nebenprodukt, das durchaus für die Pflege der Haut von Interesse sein kann. Gott sei Dank haben wir die Erfahrungsberichte unserer Ahnen, die sich als brauchbares Archiv erweisen, in das es immer wieder gilt, hineinzusehen und in die Praxis umzusetzen.

Ebereschen-Fruchtwasser

Zuerst sollte man völlig reife und geerntete frische Ebereschenbeeren über Nacht in kaltem Wasser ansetzen. Man kann auch einen Schuss Apfelessig hinzufügen. Am nächsten Tag abseihen. Der so entstandene Ansatz eignet sich hervorragend, um die gesamte Körperhaut damit einzureiben. Das strafft die Haut und hält sie gesund. Dadurch ist sie widerstandsfähiger und wehrhafter gegenüber verschiedensten Erkrankungen. So schützt sie dann auch besser die ganze Physis. www.kraeuterpfarrer.at

Eberesche oder Vogelbeere, Fruechte (Sorbus aucuparia) ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





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