Die Mundhöhle pflegen

Mit Honig und Zitronensaft

Um eine gute Atmosphäre zu schaffen, bedarf es meines Erachtens in allererster Linie einer guten persönlichen Verfassung. Zusätzlich wirkt sich die Offenheit gegenüber anderen Menschen, die möglichst ohne Vorurteile auskommt, äußerst positiv im täglichen Miteinander aus. In der Urlaubszeit tut es uns ja allen gut, wenn wir – egal wo – freundlich aufgenommen und herzlich willkommen geheißen werden. Um mich in meiner eigenen Haut wohl zu fühlen, kommt noch ein Aspekt hinzu: eine gepflegte Physis. Was haben in diesem Zusammenhang nun der Honig (lat. Bezeichnung: Mel) und die Zitronen (Citrus limon) damit zu tun? Gewiss stehen uns doch Kosmetika, Waschlotionen, Duschgels, Parfums und dergleichen gedanklich näher als natürliche Gaben, die wir eher auf einem reich gedeckten Tisch wähnen als im Badezimmer? Um das zu beantworten, will ich mich heute bemühen. Vorab: ein großer Dank an alle Imker, die oft nicht wenig Mühe aufwenden, um ihre beflügelten Staaten und Völker gesund zu erhalten und über die Wintermonate zu bringen. Das Ergebnis dieser verantwortungsvollen Sorge ist ein hochwertiges Naturprodukt, das aus den Wabenwänden geschleudert wird und dann den vielen Gesundheitsbewussten zur Verfügung gestellt werden kann. Unter anderem steckt im Honig auch eine entzündungshemmende und heilfördernde Wirkung. Ein Saft aus Zitronen wiederum, der ganz leicht aus schadstofffreien Früchten gepresst werden kann, enthält u. a. Vitamin C, Zitronensäure und Pektin. Wenn man um diese Vorteile weiß, darf man ein ganz einfaches Hausmittel zubereiten, das vor allem dann verwendet werden kann, wenn Geschwüre und Entzündungsherde rund um Gaumen, Kiefer und Zahnfleisch einen unangenehmen Mundgeruch zur Folge haben. Und das wollen wir uns doch selbst und schon gar nicht anderen zumuten, auch wenn die Wahrung der nötigen Distanz ein Gebot der gegenwärtigen Zeit darstellt.

Stärkung für die Mundhöhle

Bei Geschwüren bzw. Entzündungen im Mund kann man zu Honig und Zitronensaft greifen. 1 Esslöffel voll Bienenhonig und 1 Esslöffel Zitronensaft mischt man gut miteinander ab. In einem verschlossenen Glasgefäß in den Kühlschrank stellen. Früh und abends nimmt man 1 Teelöffel voll davon ein und bewegt die Mischung so lange mit der Zunge auf und ab, bis die ganze Mundhöhle davon erfasst wird. Dann längere Zeit im Mund halten, ohne zu schlucken. Danach unbedingt ausspucken. Das begleitet wirksam einen Prozess der Heilung. www.kraeuterpfarrer.at

Honigwabe mit Bienen ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya

Zitronenhälfte ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





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