Erinnerung an den Frühling

Den Löwenzahn nicht vergessen

Unser gegenwärtiges Jahr 2020 hat uns allen wohl schon einiges an Herausforderungen geboten. Aufgrund so vieler abgesagter Veranstaltungen, dessen Grund hierfür sicher allen bekannt ist, meint man womöglich, dass es gar noch nicht so richtig stattgefunden hat. Und doch läuft die Zeit unerbittlich dahin. Wenn wir also aus dem Hochsommer noch einmal zurück in den Frühling blicken, möchte ich das im Sinne der Kräuterkunde verstanden wissen. Denn immerhin sind in dieser Jahreszeit sehr viele wertvolle Pflanzen auf dem Plan gestanden, da sie frisch aus dem Boden sprießten. Der Löwenzahn (Taraxacum officinale) gilt sicher als einer der Favoriten für die Phase nach den frostigen und nasskalten Monaten des Winters. In ihm stecken vor allem wertvolle Bitterstoffe, die sehr gut mithelfen können, den gesamten Stoffwechsel im Körper zu aktivieren und zugleich in ein ausgewogenes Maß zu bringen. Darüber hinaus liefert der Korbblütler dem Körper sogar Vitamine und Mineralstoffe, die prinzipiell ja auch nicht zu verachten sind. So sehr der Sommer dazu angetan ist, sich vermehrt im Freien zu bewegen und durch sportliche Aktivitäten wie Radfahren, Schwimmen und ausgedehntes Wandern fit zu halten, so oft lädt auch ein gedeckter Tisch nebst angeheiztem Griller ein, es sich gut gehen zu lassen. Gemütliche Abende mit Freunden und Einladungen zu einem guten Essen tragen das Ihre dazu bei, dass der Organismus im wahrsten Sinne gar nicht wenig zu verdauen und aufzuarbeiten hat. Dabei sind die inneren Organe am meisten gefordert. Das ist meiner Meinung nach Grund genug, um sich erneut des Löwenzahns zu erinnern, der sowieso das ganze Jahr über ein brauchbarer Begleiter unserer Gesundheit sein darf.

Löwenzahn-Tee hält fit

Von getrockneten und zerkleinerten Blättern des Löwenzahns nimmt man 2 Teelöffel voll und übergießt sie mit 1/4 Liter kochendem Wasser. Danach 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Abseihen und auf Trinktemperatur auskühlen lassen. Obwohl dieser Aufguss bitter schmeckt, sollte man sich nicht davor scheuen, ihn gleich am Morgen auf nüchternen Magen schluckweise zu trinken. Auch am Abend tut eine Tasse des Tees ganz gut. Das fördert die Tätigkeit der Leber, der Bauchspeicheldrüse und der Nieren. www.kraeuterpfarrer.at

Löwenzahn mit Wurzel ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





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