Reinigung der Blase

Mit Holunderblüten forcieren

Hat jemand viel Besitz oder finanzielle Rücklagen in hoher Summe, so verwenden wir gerne die Redewendung, dass diese Person steinreich sei. Ich selber weiß noch aus Kindertagen, was es hieß, einen Acker per mühevollen Abklaubens mit den bloßen Händen von Steinen zu befreien, indem die an der Oberfläche liegenden Brocken eingesammelt und abtransportiert wurden. Diese Tätigkeit ist ein fixer Bestandteil der Landwirtschaft im Waldviertel. Wenn sich im Leib kristalline Ablagerungen bilden, so sollte man sicher ebenso darauf achten, dass diese Beeinträchtigungen zu keinen größeren Problemen führen. Da der Holunder (Sambucus nigra) bald zu blühen beginnt, ist es wohl an der Zeit, um wieder einmal die Vorzüge dieses kulturbegleitenden Gewächses hervorzukehren. Er gibt sich mit wenig Standortbedingungen zufrieden und wächst daher an vielen Stellen entlang von Scheunen und Zäunen. Er taucht auch dort auf, wo man ihn nicht unbedingt haben möchte, da über den Kot der Singvögel, die gerne die Holunderbeeren verzehren, automatisch für dessen Verbreitung gesorgt wird. Doch bis die begehrte Frucht erneut in den Mägen der gefiederten Geschöpfe landen kann, dauert es bis zum ausklingenden Sommer. Wie gesagt, für uns Menschen sind ja auch die Blüten des Schwarzen Holunders von Interesse. Sie enthalten ein wenig ätherisches Öl, aber vor allem eine hohe Menge an Flavonoiden und pflanzlichen Säuren. Gerade dann, wenn man u. a. an einem grippalen Infekt leidet, ist es wichtig, im Bett zu bleiben und gut zu schwitzen. Das kann man unterstützen, indem man einen frisch aufgebrühten Tee aus Holunderblüten trinkt. Ein ganz anderes Problem stellen Harnblasensteine bzw. so genannter Grieß dar, die nach Möglichkeit abgeführt werden sollten. Die Behandlung derartiger Symptome steht zu allererst der ärztlichen Kunst zu. Doch wenn man mit einem Hausmittel eine erleichternde Therapie ergänzen möchte, kann auch der blühende Holunder einen wertvollen Beitrag leisten. Wie gesagt: immer mit dem Arzt dahingehend Rücksprache halten.

Harntreibender Trunk

Von frischen Holunderblüten, die man direkt vom Strauch pflückt und danach kleingeschnitten hat, nimmt man 5 Esslöffel voll. Mit 1/2 Liter Apfelessig übergießen und 8 Tage lang in einem verschlossenen Glasgefäß ansetzen. Letztlich abseihen und abfüllen. Täglich nimmt man davon 2 Esslöffel voll, die in 1/8 Liter lauwarmem Wasser verdünnt werden. Mit etwas Honig süßen und dann trinken. Das kann sich als unterstützend erweisen, um überschüssige Harnsäure aus dem Körper zu leiten und zudem kleinste Steinchen oder Grieß aus der Blase abzuführen. www.kraeuterpfarrer.at

Schwarzer Holunder (Sambucus nigra) ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





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