Ein verjüngendes Korn

Der Buchweizen tut den Arterien gut

Die Phantasie ist die Gabe der Klugen. Das möchte ich einfach so einmal in den Raum stellen. Denn immerhin hilft uns diese Tugend nicht bloß, um am Tag im wachen Zustand ein wenig zu „träumen“, unerfüllten Wünschen nachzuhängen oder sich eine perfekte Welt auszumalen. Sie hilft überdies mit, ganz neue Erkenntnisse zu erlangen und sich in der Not Auswege jedweder Art zu suchen. Die Phantasie brauchen – so denke ich – auch alle, die Tag für Tag am Herd stehen, um sich hie und da etwas Neues für den Speiseplan einfallen zu lassen. Der Buchweizen (Fagopyrum esculentum) gehört zu den Reserven im Haus, die oft eher stiefmütterlich behandelt werden. Natürlich ist das bei jenen, die u. a. unter einer so genannten Glutenintoleranz leiden, sicher anders. Denn sie müssen sich um Alternativen zu herkömmlichen Produkten aus Weizen, Roggen und Gerste umsehen. Da der Buchweizen botanisch gesehen zu den Knöterichgewächsen zählt, bezeichnet man ihn als Pseudogetreide. In den Samenkörnern der Pflanze sind wertvolle Eiweißstoffe und Rutin enthalten. Der Genuss des Buchweizens kann vor allem jenen empfohlen werden, die etwas gegen einen ständig erhöhten Blutdruck unternehmen wollen. Und überdies kann auch vorbeugend etwas getan werden, um eine vielbesprochene Arterienverkalkung hintanzuhalten. Der Buchweizen ist ohnehin im Handel erhältlich und kann somit leicht eingekauft werden. Alle jene, die jetzt vorsichtshalber das Haus hüten, sollten ihn einfach auf den Zettel schreiben, wo auch die anderen Sachen draufstehen, die jemand aus der Nachbarschaft oder aus der Familie für einen besorgt. Hat man das Korn zur Verfügung, dann ist wiederum die Phantasie gefragt. Den Buchweizen kann man prinzipiell so zubereiten wie Reis. Er stellt eine gesunde Alternative zu dem dar, was man für gewöhnlich Tag für Tag zu sich nimmt. Wenn der Organismus dadurch fitter und unbelasteter wird, fühlt man sich automatisch gleich wieder jünger!

Salate und Müsli aufbessern

Die Körner des Buchweizens kann man kochen, dünsten oder einfach zum Keimen bringen. Wenn man z. B. einen Bärlauchsalat zubereitet, kann man den Buchweizen dazu nehmen. Auch bei anderen Salaten kann dies der Fall sein. Oder man ergänzt einfach gleich das morgendliche Müsli mit dem aufbereiteten Buchweizen. Die Gesundheit sollte es uns wert sein, ihn öfter zu konsumieren. www.kraeuterpfarrer.at

Buchweizen (Fagopyrum esculentum) ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





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