Gesichtshaut pflegen

Mit Kren Fett reduzieren

Der erste Blick ist entscheidend. Viele meinen es zumindest, wenn man z. B. neue Leute kennenlernt. Oder es trifft einen der kecke Amor (Personifikation der Liebe in der antiken Mythologie) mit seinen gespickten Pfeilen ins Herz und man „verschaut“ sich in jemanden. Nun, bleiben wir lieber bei der alltäglichen Realität und nehmen wir den Spiegel im Badezimmer her, der uns selbst so herzeigt, wie wir direkt nach dem Aufstehen dreinblicken. Kommentare erspare ich mir diesbezüglich. Das bleibt jedem selbst überlassen. Und doch nehme ich die morgendliche Herausforderung zum Anlass, um den heutigen Tipp in Richtung Kren (Armoracia rusticana) zu beschreiben. Wir begegneten dem scharfen Gewürz wohl beim letzten heißen Würstel, das wir kredenzt bekommen haben oder beim Tafelspitz, der letztlich nur zusammen mit einem legendären Semmelkren so richtig mundet. Und in der Tat hat man schon seit Langem um den guten Nutzen des Krens gewusst und ihn zum Würzen verwendet. Die starke Wurzel dieses Kreuzblütengewächses ist ja vielerorts in der freien Natur zu finden. Und vergessen wir nicht auf die Gemüsebauern, die ihn vor allem in der Steiermark extra kultivieren und somit einen gesundheitsfördernden Kulturschatz unserer Heimat hüten. Ja, die scharfen Senföle, die ätherischen Substanzen, Mineralstoffe und selbst Vitamin C zeichnen den Meerrettich, wie der Kren üblicherweise im deutschen Sprachraum bezeichnet wird, aus. Kaum jemand weiß aber, dass sich sein Verwendungsrahmen auch bis in die pflanzlicherseits unterstützte Kosmetik hinein erstreckt. Dazu braucht man eben den Blick in den Spiegel und in weiterer Folge ein bewährtes Hausmittel. Mit ein bisschen Geschick und Geduld kann man sich dieses selbst zubereiten.

Ansatz mit Essig

2 Esslöffel voll frisch geriebenen Kren (Meerrettich) übergießt man in einer Flasche mit 1 Liter Apfelessig. 8 Tage lang darin verschlossen ansetzen. Täglich gut durchschütteln. Danach ist der Krenessig gebrauchsfertig. Morgens nimmt man davon 1 Esslöffel voll, verdünnt ihn mit ebenso viel Wasser und tränkt einen Wattebausch damit. Das Gesicht wird mit dieser Flüssigkeit einfach gründlich abgetupft. Das trägt dazu bei, dass eine fette Gesichtshaut reiner und geschmeidiger wird. www.kraeuterpfarrer.at

Kren oder Meerrettich (Armoracia rusticana) ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





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