Reinigende Kraft

Mädesüß in Teeform

Um ein Gebäude in Schuss zu halten, es ansprechend bleiben zu lassen, für alle, die es besuchen und es letztendlich benützen und bewohnen, braucht es einige Voraussetzungen. Die Installationen sollten intakt sein, d. h. Wasserversorgung und Stromzufuhr müssen funktionieren. In unseren Breitengraden ist es dazu auch nötig, die Räume im Winter zu heizen. Und darüber hinaus sollte die Reinigung der Böden und der Zimmer regelmäßig durchgeführt werden. Das Mädesüß (Spiraea ulmaria) möchte ich daher heute auf die Tagesordnung setzen, um die eingangs gehegten Überlegungen auf den menschlichen Organismus zu übertragen. Diese Heilpflanze wird auch als Wiesenkönigin bezeichnet, die überall dort Hoffnung ausstrahlt, wo andere Gewächse bildlich gesprochen verzweifeln würden. Sie besiedelt nämlich feuchte Zonen und kann ebenso mit Staunässe gut umgehen. Ihre luftig leichten Blüten stellen einen wahren Schmuck in der Landschaft dar und verbreiten einen ganz eigenen Duft. Im inneren der Mädesüßpflanze bergen sich u. a. Salicylsäureverbindungen, die sich als entzündungshemmend und wundheilend herausstellen können. Doch nun konkret zu unserem Körper: wenn jemand mithilft, um diesen von innen heraus zu reinigen, so dürfen wir dafür sehr dankbar sein. Das ist vor allem dann nötig, wenn sich rheumatische Beschwerden einstellen. Darüber hinaus ist es ratsam, nach lang andauernden Krankheiten nach einem Weg der sanften und schonenden Regeneration zu suchen. Auch hierbei kann mit der Wiesenkönigin ein Weg beschritten werden. Denn die Effekte, die eine Verwendung derselben mit sich bringen, sind blutreinigend, schweiß- und harntreibend und zudem schmerzlindernd. Also ist es nur klug, sich dieser Erkenntnis auch in einem verantwortungsvollen Ausmaß zu bedienen.

Regelmäßig trinken

Von getrockneten und zerkleinerten Blütentrieben des Mädesüß nimmt man 2 Teelöffel voll. Diese übergießt man mit heißem, aber nicht kochendem Wasser, ca. 1/4 Liter davon. Damit wird die vorhandene Salicylsäure schonend aus der Droge gelöst. 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen und dann abseihen. 3- bis 4-mal am Tag jeweils 1 Tasse davon trinken. Das tut gut, wenn man rekonvaleszent ist. Desgleichen lindert es rheumatische Gliederscherzen. Das Blut wird überdies auf diese Weise besser gereinigt. 3 Wochen lang durchführen, wenn nichts dagegenspricht.

Mädesüß oder Wiesenkönigin (Filipendula ulmaria) ⓒ Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





Kommentare geschlossen.