Die Haut in Form halten

Mit Weißdorn unterstützen

Geht man im Herbst durch die Natur oder den eigenen heckenbestückten Garten, so gleicht das sehr oft einer Entdeckungstour mit vielen offenen Fragen. Gewiss werden alle von uns einen Apfel erkennen, ebenso Birnen, Zwetschken, Ringlotten oder einen Pfirsich. Bei den kleinen Beeren jedoch ist die Kenntnis über die einzelnen Früchte weit nicht so hoch wie beim einschlägigen Obst. Aus dem reichen Angebot der heimischen Flora möchte ich daher den Weißdornstrauch (Crataegus) besonders hervorheben, weil er meiner Meinung nach ein äußerst liebenswertes Gewächs ist. Mich spricht allein schon die ästhetische Form seiner Blätter an, die ich gerne bei Kräuterwanderungen herzeige. Der Weißdorn sollte nämlich aufgrund seiner schönen äußeren Erscheinung öfter in die Gartengestaltungen miteinbezogen werden als dies bisher der Fall ist. Der naturheilkundliche Vorteil des Weißdorns liegt vor allem in der Kraft, die seinen Blüten, Blättern und Beeren innewohnt und imstande ist, den Menschen in Fragen eines geschwächten Kreislaufes weiterzuhelfen. Pflanzliche Präparate gibt es daher in hoher Zahl in Apotheken und Drogeriemärkten, die sich des Wissens über diesen Effekt bedienen. Jetzt im Herbst wird man sich weniger auf die Blüten und die Blätter des Weißdorns konzentrieren, da diese Teile des Strauches wohl schon Monate früher an der Reihe waren, um geerntet und genutzt zu werden. Mit dem Kürzer-Werden der Tage und dem Sinken der Außentemperaturen tritt aber die Beere dieses Rosengewächses umso mehr in den Vordergrund. Ihr tief leuchtendes Rot lässt ohnehin unser Auge bald auf sie aufmerksam werden. Die Vogelwelt schätzt diese Früchte im folgenden Winter als Nahrungsquelle; all jene, die eine Maische ansetzen, um später einen hochprozentigen Fruchtbrand zu erzeugen, ebenso. Und für den Hausgebrauch wird die zusammenziehende Wirkung der Weißdornbeeren auch geschätzt. Die tut vor allem der Haut gut.

Weißdorn-Bad

Von getrockneten reifen Beeren des Weißdornstrauches nimmt man 50 g. Nachdem man sie mit einem Mörser zerstampft hat, werden sie 2 Stunden lang in 1 Liter kaltem Wasser eingeweicht. Abschließend einige Minuten aufkochen lassen, dann gleich abseihen und dem Badewasser in der Wanne hinzufügen. 20 Minuten lang darin baden. Bei fettiger Haut und Mischhaut hilft diese Anwendung mit, die äußerste leibliche Schicht in Form zu halten, zu reinigen und zu stärken.

Weißdornzweig mit Früchten (Crataegus) ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





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