Wertvolle Beeren

Holunder stärkt das Blut

Von Zeit zu Zeit fährt ein Landwirt oder eine Landwirtin hinaus zu den Äckern, und schaut, wie es der heranreifenden Frucht geht. Immerhin kann man den jeweiligen Zustand schon mit freiem Auge erkennen. Und die Reife soll ebenfalls konstatiert werden, um die Ernte rechtzeitig durchzuführen. Gleich den in agrarischem Beruf Tätigen dürfen wir alle uns in der Natur umsehen, weil es dort oft gleich am Wegesrand vieles Gute gibt. Was momentan ins Auge fällt, ist die Pracht, die sich am Holunderstrauch (Sambucus nigra) offenbart. Im späten Sommer färben sich die dort vorhandenen Früchte vom Rötlichen bis ins Schwarze. Am ehesten erkennen verschiedene Vogelarten, dass nun der Tisch reichlich gedeckt ist. Sie fallen zu Scharen über die frische Kost her, um den Schnäbeln freien Lauf zu lassen. Das gefiederte Volk ist eben imstande, die Holunderbeeren im rohen Zustand zu verzehren. Der Mensch hingegen bedarf der Aufbereitung. Vitamine, Mineralstoffe und vieles andere mehr kann somit auch unserem Körper zugänglich gemacht werden. Am besten geschieht dies durch Entsaften. Leider vollzieht sich dieser Vorgang immer weniger im Kreis der Familie, weil oft die Zeit oder das Wissen über die Praxis fehlt. Dieser Mangel wird aber sehr gut durch heimische Betriebe ergänzt, wo in extra angelegten Kulturen der Schwarze Holunder gepflegt und schließlich auch verarbeitet wird. Immerhin sollten wir auf diesen Reichtum der eigenen Heimat nicht verzichten und danach trachten, die Funktionen des Körpers fit zu erhalten bzw. im Hinblick auf ein gutes Immunsystem zu ertüchtigen. Und dazu bedarf es gar keiner komplizierten Techniken. Ein griffbereiter Holundersaft tut das Seine, um uns auf dem Weg der Gesundheit weiterzuhelfen. Es ist so gesehen recht und gut, geistig oder konkret den Hut zu ziehen, wenn man einen Holunderstrauch erblickt. So erweist man gleichzeitig auch dem Schöpfer Dank und Respekt.

Schluckweise Holundersaft

Bei Husten, Heiserkeit oder einem Rachenkatarrh ist es möglich, einen reinen Holundersaft zu sich zu nehmen. Stündlich schluckt man dann bloß 1 Esslöffel voll. Man sollte den Holundersaft zusätzlich ein wenig anwärmen. Trinkt man tagsüber den Holundersaft mit ein wenig Wasser verdünnt, so stillt man auf gesunde Weise seinen Durst und trägt etwas Konkretes zur Blutreinigung und zum Erneuern des Blutes bei.

Schwarzer Holunder (Sambucus nigra) ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





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