Kamille fürs Gemüsebeet

Schutz vor Wurzelkrankheiten

Im Team geht vieles leichter. Das sieht man vor allem dort, wo Gemeinschaften durch ein respektvolles und frohes Miteinander gut zusammenarbeiten und letztendlich eine Atmosphäre entstehen lassen, die anziehend wirkt. Wenn wir uns hier an dieser Stelle täglich mit Heilkräutern und gesundheitsfördernden Maßnahmen beschäftigen, so zielt dieses Unterfangen fast ausschließlich auf Menschen ab. Aber ist es nicht so, dass Pflanzen vor allem ihre Rolle im Aufrechterhalten des Gleichgewichts der Natur spielen? Also dürfen auch Individuen aus der Flora ihren Beitrag für Ihresgleichen leisten. Die Kamille (Matricaria chamomilla) ist ein äußerst beliebtes und populäres Gewächs. Sie zählt zu den Korbblütlern und findet im häuslichen Alltag einen häufigen Gebrauch. Denn wenn man einen angeschlagenen Magen hat oder sich nicht wohl fühlt, dann greifen viele zu einer Tasse Kamillentee, um wiederum eine Besserung herbeizuführen. Das liegt an den entspannenden und heilsamen Eigenschaften, die in diesem Heilkraut drinnenstecken. Doch machen wir einen Schritt von unserer eigenen Befindlichkeit Richtung Garten vor der Haustür. Hegt man dort auf den Beeten so manche Gemüsesorten, so herrscht von der Aussaat bis zur Ernte wohl kein Automatismus vor, der ein schad- und problemloses Wachstum garantieren würde. Pflanzen sind sehr dankbar, wenn man ihre Immunkraft unterstützt. Mit dem Kraut der Kamille kann dies geschehen. Unter dem Motto „Pflanzen helfen Pflanzen“ darf man ruhig darüber staunen, wie sich in der Schöpfung so manches ergänzt und somit das Leben erleichtert.

Ansatz mit Kamille

Eine Handvoll Kamillenblüten setzt man 24 Stunden zugedeckt in 1 Liter lauwarmen Wasser an. Danach abseihen, den Rückstand auspressen und die so erhaltene Flüssigkeit im Verhältnis 1 : 5 mit Wasser verdünnen. Damit gießt man den Boden der Gemüsebeete, um vor allem das Wurzelwerk der Pflanzen zu stärken und gegen Fäulnis bzw. andere Krankheiten zu wappnen. Man kann aber auch den Kompost damit befeuchten, um so schon vorbeugend die Düngung anzureichern.

Kamillenzweiglein (Matricaria chamomilla) ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





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