Reinigung von innen her

Zwei Wurzel und ein Blatt für die Haut

Der Osterputz ist längst vorüber und schon ist es wiederum nötig, die Fenster zu reinigen und auch im Haus dem Staub den Kampf anzusagen. Nur allzu schnell erobert er sich die säuberlich gewischten und eingelassenen Flächen zurück. Schauen wir unseren Körper näher an, so bedarf er zwar keines Staubwedels oder Wischtuchs, sondern bloß der täglich notwendigen Waschvollzüge samt Zähneputzen. Leider ist das noch keine Garantie, die Physis deswegen gesund und die Haut intakt zu halten. Daher möchte ich in der Schatzkiste der Natur diesmal zwei Wurzeln und ein Blatt suchen und hervorkramen, um sie ob ihrer guten Wirkung ins Bewusstsein der Interessierten zu heben. Vom Löwenzahn (Taraxacum) und von der Klette (Arctium lappa) benötigen wir die unterirdischen Wuchsteile und von der Brennnessel (Urtica dioica) das Blatt. Ziel dieser Zusammenstellung ist es, die äußere Schutzschicht unseres Körpers besonders zu unterstützen. Jetzt im Sommer werden aufgrund der leichteren Kleidung mit kürzeren Ärmeln bzw. Hosenbeinen die Stellen wieder sichtbarer, die sich z. B. bei einer Schuppenflechte chronisch verändern und zu Unannehmlichkeiten bei den Betroffenen führen. Aber es gibt auch andere vorübergehende Irritationen auf der Haut, die ihren Grund meist an einer mangelnden Tätigkeit eines inneren Organs haben. Um dieses Symptom ernst zu nehmen, kann neben der medizinisch verordneten Therapie eine Maßnahme ergriffen werden, die eine Reinigung und Säuberung des Körpers von innen her vorantreibt. Dies geschieht u. a. über das Blut und den dafür im Körper angelegten Entgiftungszyklus. Die drei oben genannten Heildrogen besitzen allesamt die Wirkung, genau darin den Körper zu unterstützen. Sie können mithelfen, dass sich mit der Zeit wiederum ein besserer Gesundheitszustand auf der Haut manifestiert und diese selbst eine erneut stärkere Struktur aufweist.

Reinigendes Tagesgetränk

Getrocknete und zerkleinerte Wurzeln von Löwenzahn und Klette sowie Blätter der Brennnessel werden zu gleichen Teilen abgemischt. Davon nimmt man 3 Esslöffel voll und übergießt sie mit 3/4 Liter kaltem Wasser. 8 Stunden lang ansetzen und dann kurz aufkochen. Abseihen und in eine Thermosflasche füllen. Dieser Tee wird über den Tag verteilt schluckweise getrunken. Eine gute begleitende Maßnahme bei Psoriasis bzw. anderen chronischen oder vorübergehenden Erkrankungen der Haut.

Große Klette mit Blüten und Wurzel (Arctium lappa) ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





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