Heilpflanze des Jahres 2019

Lavendel für Hypotoniker

Oft gerät schnell etwas in Vergessenheit! Denken wir nur an so manche Kleinigkeiten, die wir jemandem zugesagt haben, die dann aber aufgrund von Stress oder großen Sorgen außer Acht geraten. Da ist es gut, wenn uns jemand wieder liebevoll erinnert und aufmerksam macht. In diesem Sinne darf ich einladen, im täglichen dankbaren Betrachten doch wieder einmal beim Lavendel (Lavandula angustifolia) einzukehren. In den Gärten wächst er sowieso schon zu seiner vollen Größe heran und bereitet sich aufs Blühen vor, das uns vor allem im Sommer große Freude bereiten wird. Sein unverkennbarer Duft ist auf den hohen Gehalt an ätherischen Substanzen zurückzuführen, die sich neben Bitter- und Gerbstoffen positiv auf die Physis auswirken können. Im Übrigen schätzen längst nicht alle das Aroma, das von den blauvioletten Lippenblüten des Lavendels ausgeht. So kann man durch die Verwendung von in Stoffsäckchen abgefüllten getrockneten Lavendelblüten mithelfen, eine gute Atmosphäre in Kleiderkästen und Zimmern zu schaffen, die von lästigen Eindringlingen wie Motten gar nicht goutiert wird. Aber bleiben wir beim Menschen. Hier ist es möglich, mithilfe des Lavendels die Nerven zu stärken. Dazu ist das regelmäßige Trinken eines Tees angetan, der mit getrockneten Lavendelblüten aufgebrüht wird. Dies tut man am besten im herkömmlichen Heißaufguss-Verfahren, wobei 2 Teelöffel der Droge mit 1/4 Liter kochendem Wasser überbrüht werden. 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen und dann erst abseihen. Der Tee kann zusätzlich mit Honig gesüßt werden. All jene, die einen niedrigen Blutdruck durch den Arzt oder ein selbst verwendetes Messgerät attestiert bekommen, sollten ebenfalls den Lavendel in Erwägung ziehen.

Lavendel-Bad

Von getrockneten und zerkleinerten Stängeln der Lavendeltriebe nimmt man 100 g oder von den Blüten die Menge von 50 g und übergießt die Kräuterdroge mit 2 Liter kochendem Wasser. 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen, hernach abseihen und den Absud als Badezusatz verwenden. In der Wanne verweilt man dann am besten 20 Minuten. Eine derartige Anwendung zeitigt für gewöhnlich eine erfrischende Wirkung für Hypotoniker und stärkt auf sanfte Weise angespannte Nerven.

Lavendel, grüner Buschen mit Einzelblüte (Lavandula angustifolia) ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya

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