Stauungen im Körper abbauen

Zinnkraut bei Wasseransammlungen

Im Rückblick auf die vergangenen Tage dürfen wir dankbar feststellen, dass es der Himmel mit uns gut gemeint hat. Vor allem jene Gebiete unseres Landes, die unter einer langen Trockenheit litten, dürfen endlich aufatmen, da es geregnet hat. Die Wälder und Felder präsentieren sich so in einem frischen Grün, alles wächst und gedeiht. Aus leidiger Erfahrung wissen wir aber auch um das Zuviel an Nass, das dann zu Überschwemmungen und Murenabgängen führt. Dort, wo sich das Wasser auf Feldern gerne staut, findet sich der Ackerschachtelhalm (Equisetum arvense). Denn einen lehmigen Boden schätzt dieses Heilkraut, um sich anzusiedeln. Damit dürfen wir im Gedanken einen Schwenk zu gesundheitlichen Beschwerden machen, die sich durch Stauungen bzw. umgangssprachlich als Wasseransammlungen bezeichnete Retentionen äußern. Der Grund hierfür liegt in vielen Fällen in einer Schwäche der Organe wie Herz, Leber oder Nieren. Dabei schwellen Knöchel und Beine an, manchmal auch das Gesäß oder der Bauch. Mit solchen Symptomen ist sicher nicht zu scherzen und die fachkundige ärztliche Betreuung in Anspruch zu nehmen. Darüber hinaus wird es notwendig sein, eine salzarme und möglichst leicht verdauliche Diät zu sich zu nehmen. Im Zinnkraut – so wird der Ackerschachtelhalm häufig genannt – finden wir ein Gewächs, das all jenen, die sich mit den eben beschriebenen Beschwerden auseinandersetzen müssen, eine gute und natürliche Hilfe bietet. Als Ergänzung zu den medizinisch verordneten Therapien kann es sinnvoll sein, die pflanzliche Wirkkraft zum Einsatz zu bringen. Einerseits enthält das Zinnkraut einen hohen Anteil an Kieselsäure und andererseits fördert es die vermehrte Harnabgabe. Es geht einfach darum, den Körper zu erleichtern und zu entlasten.

Zinnkraut-Tee

Von den getrockneten und zerkleinerten grünen Trieben des Ackerschachtelhalms nimmt man 2 Teelöffel voll und übergießt diese mit 1/4 Liter kaltem Wasser. 3 Stunden lang ansetzen und dann kurz aufkochen. 15 Minuten ziehen lassen und abseihen. An einem Tag kann man bis zu 3 Tassen davon trinken, um die Reduktion von Wasseransammlungen zu begleiten. Unbedingt mit dem Arzt abklären, ob dies auch mit dem vorhandenen Zustand des Kreislaufes vereinbar ist.

Ackerschachtelhalm oder Zinnkraut (Equisetum arvense) ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya

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