Heilsame und prächtige Blüten

Die Rosskastanien liefern sie

Wenn wir die Aspekte rund um die tägliche Nahrungsaufnahme in Form des jeweils kredenzten Essens aufzählen wollen, dann spielt die visuelle Seite der einzelnen Speisen eine bedeutende Rolle. Immerhin kennen wir den Ausdruck: Man isst auch mit den Augen! Diese Tatsache möchte ich auf die pflanzliche Naturheilkunde übertragen. Es ist einfach wohltuend, auf die Pracht zu blicken, die sich nach genügend vorhandenem Regen in der Natur offenbart. Die Gemeine Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) trägt momentan nicht unwesentlich dazu bei, dass die Natur in einem hehren Schmuck dasteht und so eine eindeutige Einladung ausspricht, sich ihrer zu bedienen. Der uns allen vertraute Kastanienbaum ist weniger in den wirtschaftlich ertragreichen Forsten zu finden als vielmehr entlang von Straßen und in Parks menschlicher Siedlungszentren. Seine ursprünglichen Verbreitungsgebiete liegen in den Gebirgszügen des Balkans und Kleinasiens. Sehr lange schon hat man den Baum hierzulande kultiviert. Wahrscheinlich erinnern sich alle an die Früchte des Baumes, die den Kinderhänden bis heute ein willkommenes Spiel- und Bastelmaterial liefern. Die Blüten der Rosskastanie enthalten den Inhaltsstoff Aescin, der aus dem wissenschaftlichen Namen des Baumes abgeleitet wird. Dabei handelt es sich um eine Reihe von Saponinen, die ihrerseits einen positiven Einfluss auf unsere Blutgefäße ausüben. Diese Erkenntnis darf man sich durchaus zunutze machen. Nicht wenige leiden unter Krampfadern oder unter krankhaften Veränderungen der Venen, die auf Stauungen zurückgeführt werden können. Da ist es angezeigt, eine innerliche Begleitung der Beschwerden durchzuführen, die mithilfe der schönen Blüten der Rosskastanien bereitgestellt werden kann.

Teekur mit Blüten

Frische oder getrocknete weiße Blüten der Rosskastanie werden im Heißaufguss zubereitet. Dazu nimmt man 2 Teelöffel voll der Blütendroge, überbrüht sie mit 1/4 Liter kochendem Wasser und lässt beides zusammen 15 Minuten lang ziehen. Dann abseihen und schluckweise trinken. 3 Wochen lang 3-mal am Tag durchführen. Bereiten einem Krampfadern auch Schmerzen, dann kann man die betroffenen Stellen zusätzlich am Abend mit etwas Rosskastanienöl einreiben.

Rosskastanie mit Blüten und Früchten (Aesculus hippocastanum) ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





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