Gegen Nager vorgehen

Wühlmäuse mit Holunder vertreiben

Die Freude kann sehr groß sein! Denn immerhin lebt unsere schöpferische Ader auf, wenn es darangeht, im Garten das Erdreich herzurichten und in akribischer Sorgfalt Blumen, Gemüsepflanzen und junge Bäume an ihren dafür bestimmten Ort zu setzen und ihre Entwicklung mit sorgsamer Pflege zu unterstützen. Wir sind dann zurecht stolz, wenn alles gut gedeiht und letztendlich herrliche Früchte nicht bloß zu bestaunen, sondern gar zu verkosten sind. Umso mehr schmerzt es, wenn plötzlich genau das Gegenteil von all dem Erwarteten eintritt. Der Schwarze Holunder (Sambucus nigra) ist eher einer, der nicht auf die Fürsorge des Menschen wartet, um sich zu verbreiten und in der Folge zur Entfaltung zu kommen. Denn lässt man ein Anwesen einige Monate oder Jahre außer Acht, dann ist es vor allem der Holunder, der sich ganz dreist mit seinen Wurzeln und holzigen Trieben niederlässt. Der samenhaltige Kot der Vögel trägt einiges dazu bei, damit er auf brachliegende Areale vordringen kann. Prinzipiell gebührt den Stauden Ehrfurcht und Wertschätzung. Die Blüten und Früchte des Schwarzen Holunders zählen nämlich zu den äußerst kostbaren Gaben der Natur. Und er besitzt einen ganz eigenen Geruch, der nicht jedermanns Sache ist. Das sehen ebenfalls die Wühlmäuse so. Sie sind es auch, die sich unterirdisch einen Weg in die uns so lieb und teuer gewordenen Gartenanlagen bahnen und sich quasi im Schutz des Erdreichs vor allem über die Wurzeln und Rhizome hermachen. Oft entdeckt man den Schaden erst, wenn es schon zu spät ist. Weiß man um die Präsenz dieser ungebetenen Nager, so kann uns der Holunder helfen, sie wieder aus der grünen Oase rund ums Haus zu vertreiben.

Jauche gegen Wühlmäuse

Die grünen Blätter des Holunders können zu einer Jauche verarbeitet werden. Dazu nimmt man ca. 1 Kilogramm der Pflanzenware und übergießt sie mit mindestens 10 Liter Wasser. Diesen Aufguss lässt man in einem geeigneten Gefäß wie etwa einer Regentonne 14 Tage lang stehen. Täglich einmal umrühren, solange der bald einsetzende Gärungsprozess dauert. Zum Schluss das Ergebnis in die vorhandenen Löcher der Wühlmäuse gießen, die den Geruch der Jauche nicht mögen. Übrigens: Die Flüssigkeit ist gleichzeitig ein Bodendünger.

Schwarzer Holunder (Sambucus nigra) ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





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