Speicherkammer Latschenkiefer

Unterstützt die Bronchien

Angesichts des zurückliegenden Winters wird uns wohl die Berichterstattung in allen Medien in Erinnerung bleiben, da sich nämlich immense Schneelagen auf weiten Gebirgszügen der Alpen bildeten, die in Folge ein Abgehen bedrohlicher Lawinen begünstigten. Hier gilt noch einmal ein anerkennendes Lob für alle, die sich in den verschiedensten Katastropheneinsätzen bewährten. Im Hinblick auf sich zu Tal wälzende Schneemassen bekommt auch der Wald wieder mehr an Aufmerksamkeit, der zu den natürlichen Schutzwällen auf den Bergen zählt. An der Baumgrenze ist es vor allem die Latschenkiefer (Pinus mugo), die sich durch ihren niedrigen Wuchs von Natur aus darauf einstellt, jedes Jahr eine dicke gefrorene weiße Schicht zu tragen und sogar mitzuhelfen, diese Mengen an Schnee mit dem Untergrund zu verbinden und zu stabilisieren. Gottlob gibt es auch Zeiten, wo sie aufgrund milderer Temperaturen von einer derartigen Last befreit wird, um weiter zu wachsen, zu fruchten und sich schließlich für den nächsten langen Winter zu rüsten. Die Bergkiefer, wie die Latsche ganz offiziell bezeichnet wird, ist ein Baum, der reich an Harz und an ätherischen Ölen ist. Gerne wird dieses immergrüne Gewächs ja auch in Gärten als gestaltendes Element gepflanzt, so dass es möglich ist, ebenso in den Niederungen von dem Nadelbaum einen Gewinn für Leib und Seele abzuschöpfen. Wie alle Kiefernarten trägt die Präsenz der Latsche dazu bei, dass die Luft gereinigt und mit so genannten feinstofflichen Terpenen angereichert wird. In hochkonzentrierter Form finden sich diese Inhalte in den Knospen, die an den Zweigenden sitzen. Diese geballten Pflanzenteile erntet man vor allem im Frühling, wenn aus ihnen sicht- und spürbar zusätzlich ein wenig Harz herausquillt. Das ist dann der richtige Zeitpunkt, die Knospen in verantwortungsvollen Mengen abzuzupfen, sodass der Wuchs der kleinen Föhre nicht infrage gestellt wird.

Tee aus Knospen

Von den getrockneten und zerkleinerten Knospen der Latschenkiefer nimmt man 1 Esslöffel voll, den man mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießt. Dann länger als sonst, nämlich 30 Minuten zugedeckt ziehen lassen und abseihen. 3-mal am Tag mit Honig gesüßt trinken, um so die Bronchien bei Husten und Erkältung auf natürliche Weise zu stärken. Man kann diese Anwendung auch mit den Knospen anderer Kiefernarten durchführen.

Latschenkiefer (Pinus mugo) ⓒ Grafik von Prof. Emil Jaksch, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





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