Blüten stärken Immunkraft

Vor allem vom Schwarzen Holunder

Fristen und Zeiten sind etwas, mit dem man gut umzugehen lernen muss. So ist es ganz wichtig, im tagtäglichen Miteinander die Pünktlichkeit zu pflegen, um nicht andere zu brüskieren oder warten zu lassen. Und alles hat schließlich bestimmte Phasen der Entfaltung. Das trifft auch für die Blüten des Schwarzen Holunders (Sambucus nigra) zu. Gehen wir nun hinaus, werden wir vergeblich nach den cremeweißen Schirmen Ausschau halten, die sich zuhauf im späten Frühling bzw. im beginnenden Sommer auf den Zweigen der Holundersträucher bilden. Dafür ist es nun noch viel zu früh. Was jetzt zur Verfügung steht, ist bloß die getrocknete Droge, die von der letzten Ernte vorhanden ist und eben bisher nicht aufgebraucht wurde. Ich rate vielen, sich gerade im Herbst eine längere Zeit hindurch konsequent Tag für Tag einen Aufguss mit den Holunderblüten zu gönnen. Denn in ihnen steckt die Kraft, vor allem das Immunsystem des Körpers zu stärken. Darüber hinaus sind sie als schweißtreibendes Hausmittel bekannt. So gesehen stellen diese Pflanzenteile des ehrwürdigen Strauches, vor dem man nicht nur sprichwörtlich den Hut ziehen sollte, eine Alternative zu den ebenso bekannten und bewährten Lindenblüten dar. Hat sich jemand einen grippalen Infekt zugezogen, vor dem wir momentan alle leider noch nicht gefeit sind, dann besteht ja die Möglichkeit, sich z. B. einen halben Liter Tee mit den getrockneten Holunderblüten aufzubrühen und dann rasch zu trinken, um danach alsbald unter die Bettdecke zu kriechen und dem intensiven und heilungsfördernden Transpirieren nichts mehr in den Weg zu stellen. Gewiss ist es auch nachfolgend wichtig, weiterhin das warme Zimmer und am besten das Bett zu hüten. Zusätzlich sollte man den Pyjama oder das Nachthemd gegen ein trockenes und sauberes wechseln, um sich nicht noch mehr zu erkälten. Wer es gar nicht erst so weit kommen lassen will, hat nun immer noch die Möglichkeit, die Abwehrkräfte mit Holunderblüten zu unterstützen.

Vorbeugende Kur

Gerade der auslaufende Frühling birgt die Tücke in sich, jemandem ganz schnell eine Erkältung oder gar eine Grippe „umzuhängen“. Um dem vorzubeugen, ist es sinnvoll, sich jeden frühen Abend eine Tasse Tee mit Holunderblüten anzurichten. Dazu nimmt man 2 Teelöffel der getrockneten und zerkleinerten Blüten der Ernte vom letzten Jahr, übergießt sie mit 1/4 Liter kochendem Wasser. 15 Minuten ziehen lassen und dann abseihen. 3 Wochen lang durchführen, um so die eigenen Immunkräfte für den winterlichen Endspurt zu trimmen.

Schwarzer Holunder (Sambucus nigra) ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





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