Rund um die Nuss

Schalen und Blätter verwerten

Je mehr unser Umweltbewusstsein steigt, desto intensiver beschäftigen wir uns mit dem, was dem ausgewogenen Gleichgewicht der Natur abträglich ist und sich letztendlich für die Lebensbedingungen der Geschöpfe auf Erden als schädlich erweist. Aus diesem Grund gibt es Überlegungen, die Verpackungsmaterialien so zu produzieren, dass die verrottbar oder zumindest recycelbar sind. Beim Kern der Walnuss (Juglans regia) trifft dies zu 100 % zu. Es ist immer wieder schön, sich an heißen Tagen unter die dichtbelaubte Krone eines Nussbaumes setzen zu können, um dort eine frohe Geselligkeit auszukosten oder einfach nur die Seele baumeln zu lassen. Davon ist momentan zwar weit und breit keine Spur, aber der nächste Sommer kommt bestimmt. Von den zurückliegenden warmen Zeiten ist jedoch noch eine Gabe übrig, die da und dort zum Einsatz gelangen kann. Generell handelt es sich bei den grünen Pflanzenteilen der Walnuss um Träger eines hohen Anteils an Gerbstoffen. Und da kommt vielen von uns vielleicht das Wohl der Haut in den Sinn, die öfter als wir meinen dankbar für eine Unterstützung naturgemäßer Art ist. Denn manchmal haben es u. a. die Schweißdrüsen schwer, sich auf das rechte Maß ihrer Tätigkeit einzupendeln. Oder denken wir nur an eine Haut, die durch die weite Beschaffenheit der Poren leicht zu einer lästigen Unreinheit neigt. Die grünen Schalen, welche die Nüsse samt der harten Schale umhüllen, sind übrigens auch als ein wertvolles Hausmittel zu schätzen. Und die Klugen unter uns haben deswegen vorgesorgt und diese Schutzschicht noch im frischen Zustand abgeschält und gründlich getrocknet. Immerhin vertragen der Magen bzw. die Nieren nicht jedes Gewürz. Dann ist es gut, auf Alternativen zurückgreifen zu können.

Tee und Würze

Aus den getrockneten und zerkleinerten grünen Blättern der Walnussbäume kann man im herkömmlichen Heißaufgussverfahren einen Tee zubereiten, der sich weniger zum Trinken als vielmehr für Waschungen eignet. Das ist bei großporiger Haut und daher leicht verunreinigten Hautpartien der Fall. Verträgt wiederum jemand keinen Pfeffer – wie z. B. Nierenleidende – so kann man hergehen und getrocknete grüne Schalen der Nüsse pulverisieren, um damit die Speisen pikant zu würzen. Einfach einmal ausprobieren.

Walnuss (Juglans regia) ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





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