Wenn der Husten plagt

Königskerze und andere Kräuter

Die Zeit zwischen dem Heiligen Abend und dem Jahreswechsel besitzt ein ganz eigenes Flair. Sie ist erfüllt von Erleichterung, da man die Geschenke an die Adressaten gebracht bzw. selbst erhalten und ausgepackt hat. Und gern werden in Laternen Kerzen vor die Türen und in die Fenster gestellt, die ein wohliges Licht verströmen. Bevor der Monat Dezember zu Ende gezählt wird, darf daher auch eine lichtvolle Pflanze noch einmal bedacht werden, die vielen vom Sommer her vertraut ist. Die Großblütige Königskerze (Verbascum densiflorum) wächst vielerorts in naturbelassenen Gärten, an Böschungen und auf brachen Flächen. Sie versteht es, durch ihre ansehnliche Größe unsere Aufmerksamkeit zu wecken. Aufrecht und mit vielen Blüten geschmückt wird sie zum Symbol des Aufwärtsstrebens und der Erhabenheit. Momentan sind ihre Stängel samt den öligen Samenständen in einem dürren Braun noch da und dort zu sehen. In früherer Zeit mussten diese Überbleibsel oft als Ersatz für Fackeln herhalten. Wer in den warmen Monaten rechtzeitig darauf geachtet hat, für den nunmehrigen Winter vorzusorgen, hat sich der offenen Blüten bedient, sie sorgsam abgezupft und dann gründlich getrocknet. Das heißt, dass man jetzt auf die nach wie vor schöne goldgelbe Ware zurückgreifen kann, um sie zur Begleitung der eigenen Gesundheit heranzuziehen. Die Inhaltsstoffe, zu denen vor allem auch schleimige Substanzen zählen, können einen nützlichen Beitrag leisten, um entzündete Atemwege wieder abheilen zu lassen und frei zu bekommen. Die Blütendroge der Königskerze lässt sich in diesem Falle ganz gut mit anderen bewährten Heilpflanzen kombinieren, die ebenfalls der Lunge und den darin sitzenden Bronchien weiterhelfen können. Dabei steht der Spitzwegerich wohl an erster Stelle. Aber auch andere Blüten sind dann nicht zu verachten, wie z. B. die der Stockrosen. Letztere zählen ja zu den Malvengewächsen.

Hilfreicher Tee

Bei starkem Husten und in den Bronchien festsitzendem Schleim kann man sich eine Teemischung zusammenstellen. Zu gleichen Teilen werden dabei die getrockneten Blüten der Königskerze mit denen der Stockrosen sowie getrockneten und zerkleinerten Blättern des Spitzwegerichs kombiniert. 2 Teelöffel der Mischung mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen und dann 15 Minuten ziehen lassen. Abseihen und bei Bedarf mit ein wenig Honig süßen. 3 Tassen pro Tag davon trinken.

Königskerze (Verbascum thapsiforme) oder Wollblum ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





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