Für die Bauchspeicheldrüse

Heidelbeeren stärken

Wir dürfen unseren Körper durchaus als Wunderwerk sehen, ohne dabei überheblich zu werden. Denn er ist ja sicher kein Konstrukt der eigenen Intelligenz noch das Ergebnis eines menschlichen Erfinders. Trotz aller Einsichten, die begabte und profilierte Wissenschaftler im Lauf der Jahrhunderte gewonnen haben, bleiben dennoch die diffizilen und fein aufeinander abgestimmten Vorgänge im Inneren des Leibes oftmals ein Geheimnis. Die verschiedenen Drüsen spielen dabei eine tragende Rolle. Blicke ich auf den vergangenen Sommer zurück, so weiß ich, dass mancherorts die Heidelbeeren durchaus eine Mangelware darstellten, gewiss aufgrund der fehlenden Niederschläge in großen Teilen des Flachlands. Ja, und wenn etwas fehlt, dann wird es im Bewusstsein vieler wieder ein Stück wertvoller. Mit dem Heidelbeerstrauch, wie er auf natürliche Weise bei uns in den Wäldern vorkommt und der zur Familie der Heidekrautgewächse zählt, möchte ich mich einer äußerst sensiblen und wichtigen Drüse zuwenden, nämlich der Bauchspeicheldrüse. Anatomisch betrachtet, schließt direkt an den Magen der Zwölffingerdarm an. Dort werden die wichtigen Flüssigkeiten eingespeist, die zum Aufarbeiten der Nahrung bedeutend sind. Einerseits liefert die Leber den in der Gallenblase gespeicherten Gallensaft und andererseits bringt die Bauchspeicheldrüse ebenfalls ein Sekret ein, das mithilft, um Fette, Kohlenhydrate und das im Magen vorverdaute Eiweiß aufzuspalten. Genauere Zusammenhänge erfährt man in guter wissenschaftlicher Literatur seitens der dafür kompetenten Mediziner. Die sollte man auch auf jeden Fall konsultieren, um sich bei einer Gesundenuntersuchung über den tatsächlichen Zustand der Verdauungsdrüsen Gewissheit zu verschaffen. Unterstützung und Begleitung der Tätigkeit der Bauchspeicheldrüse können im Lauf der Zeit die Gaben Gottes in Form von Heidelbeeren bieten.

Getrocknete Blätter

Die an sauberen und unbelasteten Standorten gewachsenen Blätter des Heidelbeerstrauches, die auch frei vom Verdacht der Ansteckung mit dem Fuchsbandwurm sind, kann man im Sommer pflücken und trocknen. Zu einem Pulver zerrieben, kann man sie 3-mal täglich in der Menge einer Messerspitze voll zu sich nehmen und ein Stamperl voll Heidelbeer-Natursaft nachtrinken. Das stärkt die Funktion der Bauchspeicheldrüse und hilft auch mit, den Blutzucker besser abzubauen.

Heidelbeerstaude mit Früchten (Vaccinium myrtillus) ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





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