Nach dem Wandern

Gänsefingerkraut hilft lockern

Nach der heurigen Fußballweltmeisterschaft haben sich wohl die Gemüter hoffentlich schon beruhigt. Die Fanmeilen sind abgebaut und der Alltag hat uns wieder. Und doch wird der Sport keineswegs ad acta gelegt. Es muss ja nicht unbedingt der grüne Rasen samt dem dazugehörigen Ball sein, der manche in Bewegung hält. Viele schwingen sich da schon lieber auf ein Rad oder gehen einfach wandern. Dabei kommt man an einer Pflanze vorbei, die womöglich dem Muskelapparat zur Seite steht. Auf den Wiesen wächst nämlich gerne das Gänsefingerkraut (Potentilla anserina). Sie ist eine sehr adrette Pflanze, die allein schon durch ihre Blattform das Auge erfreut. Und sie steht oft mitten im Gras, also dort, wo die eine oder andere sportliche Freizeitaktivität ohnehin vonstatten geht. So sehr diese Unternehmungen auch der körperlichen Fitness zugute kommen, so leicht kann es ebenso passieren, dass eine derartige Beanspruchung für die Muskeln und Sehnen eine ungewohnte Herausforderung darstellen und daher manche Schmerzen nach sich ziehen. Dann ist es sicherlich gut, eine Unterstützung aus der Natur zur Hand zu haben, die dem Bewegungsapparat auf eine sanfte Weise lindernde „Streicheleinheiten“ zuteil werden lässt. Übrigens kann es schon wohltun, wenn man sich auf die Wiesen hin aufmacht, um dort bei Schönwetter die Blätter des Heilgewächses zu pflücken und dann im Halbschatten sorgfältig zu trocknen. Somit steht den körperlich Aktiven etwas zur Verfügung, das vor allem dem beanspruchten Bewegungsapparat zugute kommt.

Tee für die Muskeln

Vom getrockneten und zerkleinerten Kraut des Gänsefingerkrautes oder Anserine nimmt man 2 Teelöffel voll und übergießt diese mit 1/4 Liter kochendem Wasser. 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen und dann abseihen. Bei Muskel- und Sehnenschmerzen, die sich nach anstrengenden Bewegungen jeglicher Art einstellen können, kann zur Auflockerung und Minderung mancher Krämpfe sowohl in der Früh als auch am Abend je 1 Tasse dieses Aufgusses 3 Wochen lang getrunken werden.

Gänsefingerkraut oder Anserine ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





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