Farbstoff aus einer Pflanze

Dem Blutweiderich entnehmen

Mit vielen Signalen wird allerorten gelockt und geworben. Diesen Umstand hat sich seit alters her die Reklame zunutze gemacht, der wir auf Schritt und Tritt begegnen. Schließlich hat man sich das von Mutter Natur abgeschaut. Denken wir nur an das Gefieder unzähliger Vögel, das besonders bei der Balz zur Schau gestellt wird. Und nicht zuletzt winkt ein breites Spektrum an bunten Blüten nicht bloß den Insekten zu, sich bei den Gewächsen einzustellen. Momentan kann man aufgrund seiner intensiv purpur-violett prangenden Blütenkerzen den Blutweiderich (Lythrum salicaria) ganz leicht entdecken. In der Nähe von Gewässern und feuchten Gräben wird die oft hoch wachsende Heilpflanze angetroffen. Das Heilgewächs enthält wertvolle Inhaltsstoffe, die unserer Gesundheit zuträglich sind. Durch den hohen Anteil an Gerbstoffen verwendete man früher die Blüten sogar dafür, um z. B. Leder geschmeidig zu machen. Der Name dieser Uferpflanze rührt vor allem von den blutstillenden Eigenschaften der einzelnen Pflanzenteile her, deren sich unsere Vorfahren bereits vor Jahrhunderten in Ermangelung chemisch-pharmazeutischer Hilfsmittel bedienten. In der angewandten Naturheilkunde geht es insbesondere darum, unserem Körper in kleinen Mengen unterstützende Wirkstoffe zukommen zu lassen, die so die Gesundheit stabilisieren und festigen können. Mit den Blüten des Blutweiderichs kann man hinsichtlich einer bewusst natürlichen Lebensgestaltung zweierlei vereinen: man vermag im wahrsten Sinne der Wortes Farbe ins Leben zu bringen, die direkt mit guten gesundheitsfördernden Inhalten einer Wildpflanze in Verbindung stehen. So ist es durchaus möglich, die Phantasie walten zu lassen, wenn es gilt, auch das Auge beim Betrachten einer Speise zufriedenzustellen.

Blüten als Zusatz

Um am Esstisch manches adrett erscheinen zu lassen, steht zum Experimentieren ein Kraut zur Verfügung. Bereitet man u. a. Marmeladen und Kompotte aus den Früchten des Sommers zu, können in diesen Prozess ebenfalls frisch abgezupfte Blüten des Blutweiderichs eingebracht werden. Somit erfährt auch das körpereigene Immunsystem eine Unterstützung, wenn man gleichzeitig mit dem Konsum der erwähnten Köstlichkeiten den Organismus mit den Wirkstoffen des Blutweiderichs versorgt.

Blutweiderich ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





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