Gerbstoffe von Brombeeren

Entzündungen vermindern

Wer aufmerksam die Vorgänge in der Natur beobachtet, wird feststellen, dass es heuer in der Vegetation zu einer Zeitverschiebung kam. Denn aufgrund der oft warmen und trockenen Wetterverhältnisse begann alles früher zu blühen und somit auch zu reifen. Das können wir ebenso bei der nun einsetzenden Ernte auf den Feldern beobachten. Und dennoch braucht manches seine Zeit. Die Brombeerhecken (Rubus fruticosus) stehen so gesehen erst später im Kalender, da doch ihre schmackhaften Früchte im Herbst an der Reihe sind. Des Öfteren verweise ich gerne darauf, dass auch die Blätter von beerenliefernden Pflanzen von hohem Wert sind. Diese lassen sich ganz konkret verwerten und anwenden. Durch einen gewissen Anteil an Gerbstoff erweist sich die Pflanzendroge als adstringierend und somit entzündungshemmend. So lange also das Angebot in der freien Natur aktuell ist, sollte man die Zeit nutzen, um von den Brombeertrieben sowohl Knospen, junge Blätter und auch die Blüten zu sammeln und sie sorgfältig an einem zugigen Ort zu trocknen. Die geerntete Ware darf sich dabei keineswegs zu lange in einem welken Zustand befinden, da sich eine dadurch entstehende Fehlgärung nicht unbedingt förderlich für unseren Körper erweisen würde, wenn man Derartiges dann auch für Anwendungen heranziehen möchte. Das gut getrocknete Kraut jedoch kann bedenkenlos verwendet werden. Gelegenheit gibt es wohl genug, um sich der positiven Auswirkungen der Brombeertriebe zu bedienen. Vor allem in sensiblen Bereichen wie etwa dem Mund können diese zum Tragen kommen.

Mundspülung herstellen

Getrocknete und zerkleinerte Blätter, Knospen und Blüten der Brombeeren eignen sich sehr gut, um sie aufzubrühen. 1 gehäufter Esslöffel davon wird dabei mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergossen. 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Nach dem Abseihen ziemlich warm den Mund damit gut ausspülen bzw. gurgeln. So lassen sich allfällige Zahnfleischentzündungen vermindern. Der Aufguss ist aber auch als vorbeugende Prophylaxe geeignet.

Brombeeren ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





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