Sorge um den Hals

Salbei ist schnell zur Stelle

Wenn wir sagen, wir geben unsere Stimme ab, so meinen wir für gewöhnlich, bei einer politischen Wahl den bereits angekreuzten Wahlvorschlag verschlossen in die dafür bereitgestellte Urne zu werfen. Doch angesichts der polaren Kälte, die das ganze Land momentan in Schach hält, wissen wir, dass auch im Hals die Stimme durchaus eine Beeinträchtigung erfahren kann, indem wir uns schlicht und einfach verkühlen. Oft wird dahingehend ein Rat gesucht, den ich diesmal wieder einmal auf den Salbei (Salvia officinalis) lenken möchte. Dieser Lippenblütler ist durchaus populär und bekannt. Seine wollig behaarten Blätter erinnern zudem an einen sanften Pelz, der womöglich nun vermehrt als Frostschutz auf unserer Haut herbeigesehnt wird. Dennoch geht es hier nicht um das visuell erkennbare Erscheinungsbild des Salbeis. Vielmehr schätzen wir seine inneren Werte, die dann zum Tragen kommen, wenn wir den Heilwirkungen der einzelnen unscheinbaren Pflanzen rund um uns Vertrauen schenken. Haben wir uns eine Erkältung zugezogen, so kann es sein, dass diese sich als langwieriger herausstellt, als wir dies oft leichtfertig gegenteilig meinen. Das zeichnet sich im Bereich des Halses besonders dadurch ab, dass sich dort vermehrt ein zäher Schleim festsetzt, der in der Folge ebenso die Stimme und die angrenzenden Atemwege beeinträchtigt. Ist dies der Fall, sollten wir gerade dann auf Kräuter wie den Salbei zurückgreifen, um auf eine sanfte und dem ganzen Organismus zuträgliche Weise wiederum freier und gesünder zu werden. Der Salbei hat sich allemal schon oft bewährt, um dem Hals erneut bessere Zeiten zu bescheren.

Warm gurgeln

Wird einem hartnäckiger Halsschleim als Folge einer Erkältung zur Plage, so gehe man daran, sich aus getrockneten und zerkleinerten Salbeiblättern einen Tee aufzugießen. 1 Esslöffel voll wird dabei mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergossen. 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen und dann abseihen. Mit dem noch warmen Tee sollte man kräftig gurgeln. Mehrmals am Tag durchführen.

Salbei ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





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