Ein Baum des Südens

Die Zypresse hat wirksame Kräfte

Partnerschaftsagenturen sind hoch im Kurs. Mit den digitalen Möglichkeiten der Kommunikation ist es ein Leichtes, einander sogar bildlich vorzustellen und einen prüfenden Austausch zuwege zu bringen. An dieser Stelle möchte ich mit einem Augenzwinkern ähnliches intendieren. Jedoch sind es hier die Pflanzen, die sich ja ebenso als gute Freunde erweisen können. Im sogenannten Baumkreis, der offenkundig auf eine keltische Tradition zurückreicht, wird in den Tagen zwischen dem 25. Jänner und dem 3. Februar die Zypresse (Cupressus sempervirens) besonders hervorgehoben. Wie schon ihr wissenschaftlicher Name besagt, handelt es sich dabei um einen immergrünen Baum, der somit zum Symbol von Auferstehung und ewigem Leben wird. Neben all ihren Verwandten wächst vor allem die angesprochene Mittelmeer-Zypresse als schlanker säulenförmiger Baum dem Himmel entgegen. Der aufrechte Wuchs animiert uns bei seiner Betrachtung, selber aufrecht zu leben und zu handeln. Aber dieser Baum ist mehr als bloß ein Gegenstand der Animation hehrer Gedanken. Das Aroma, das seinen einzelnen Wuchs- bzw. Fruchtteilen entströmt, verrät bereits die Anwesenheit ätherischer Öle darin. Diese Substanz besitzt vor allem zusammenziehende Kräfte. Dadurch erweist es sich u. a. als schweißhemmend. Darüber hinaus hat es auf die Nerven einen stärkenden Einfluss und zudem profitieren die Blutgefäßsysteme davon. Venenprobleme seien in diesem Zusammenhang genannt. Hat man die Gelegenheit, an frische Zweige der Zypresse zu gelangen, dann kann man damit auch gezielt gegen Warzen vorgehen. Da in den mediterranen Zonen der Frühling bald wieder einsetzt, ist es nicht so abwegig, sich der Hilfen der Zypressen zu bedienen.

Alkoholauszug mit Zypressenzweigen

Im Frühling, der rund ums Mittelmeer bereits zeitiger als bei uns beginnt, nimmt man frische Zweigspitzen, zerkleinert sie und setzt sie im Verhältnis 1 : 4 mit ca. 50%igem Alkohol 3 Wochen lang an. Nach dem Abseihen und Abfüllen verwendet man diesen Auszug, um Hornhautschwielen und Warzen damit zu behandeln. Dabei werden die betroffenen Stellen mehrmals betupft oder ein getränktes Stück Leinen mehrere Stunden daraufgelegt. Einige Tage lang durchführen.

Zypresse ⓒ Grafik von Prof. Emil Jaksch





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