Nach der Grippewelle

Zum Sanddorn greifen

Wer kennt nicht im eigenen Umfeld jemanden, den es in diesem Winter schon erwischt hat? Ich meine hiermit natürlich die grippalen Infekte, die kaum vor einer Haustüre Halt machen. Selbst wenn man von guter körperlicher Konstitution ist, soll man die Grippe auch wirklich auskurieren und die Geduld aufbringen, so lange im Bett zu bleiben. Es bedarf des weiteren einer Nachsorge, wenn die Lebensgeister schön langsam wieder zurückkehren. Dabei fällt mir ein bestimmtes Gewächs ein. Vom Gebirge bis zum Meer ist dieser Strauch fähig, in steinigen und sandigen Böden seine Wurzeln fest wachsen zu lassen und dem Boden dadurch Halt zu verleihen. Die Rede ist vom Sanddorn (Hippophaë rhamnoides). Bei ihm haben wir es mit einer zweihäusigen Pflanze zu tun. Wer diese wertvolle Staude in seinen Garten holt und haben will, dass sie Frucht trägt, ist gut beraten, zu einer männlichen Pflanze zwei weibliche dazuzusetzen. In der Wildnis ist der Haff- oder Seedorn, wie er auch heißt, in Europa und Asien daheim. Zwischen März und Mai werden die Blüten ausgebildet und unter den oben geschilderten Voraussetzungen trägt der Sanddorn ab August seine orangefarbenen Früchte, die bis zum Winter am Strauch bleiben und viele Vogelarten dazu veranlassen, das durch lange Dornen befestigte Gehölz zum Schutz und zur Mahlzeit aufzusuchen. Aufgrund des hohen Vitamin C-Gehaltes des Sanddorns ist dieser Strauch für uns Menschen ebenso von großem Nutzen. Viele Produkte aus seinen Früchten in Apotheken und Reformläden zeugen davon. Und auf die sollte man vermehrt zurückgreifen, wenn es gilt, den Körper in seiner Immunkraft zu stärken, um eine erneute Erkrankung bestmöglich abzuhalten. Und dabei bietet der Sanddorn eine gute Begleitung.

Sanddornsaft aufbereiten

Am besten nimmt man Sanddorn-Muttersaft, der direkt aus den reifen Früchten gepresst wurde, und gänzlich frei von Zusatzstoffen ist. 3 Esslöffel voll erwärmt man bis zu einer Temperatur zwischen 35° und 40° C, aber nicht mehr, damit die wertvollen Vitamine nicht verloren gehen. Dann fügt man 3 Esslöffel voll Honig dazu und verrührt beides gut. Kühl stellen und als Tagesration aufbrauchen. Dieses Naturmittel hilft bei Schwächezuständen und bei trägem Kreislauf nach überstandenen Krankheiten.

Sanddorn ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





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