Frühling auf dem Kopf

Das Wohlriechende Veilchen für unser Haupt

Noch ist es ein wenig zu zeitig, um sich schon mit dem erhofften Frühling zu befassen. Dennoch ist es niemandem verboten, davon zu träumen und den einen oder anderen Plan auszuhecken, wie man sich z. B. im Garten gestalterisch verwirklichen könnte. Und manchmal hat man überhaupt keine Lust, in irgendeiner Weise zu sinnieren, weil einem einfach nicht danach ist. Das Wohlriechende Veilchen (Viola odorata), das auch Duftveilchen genannt wird, befindet sich momentan in unterirdischer Winterruhe und frönt bildlich gesprochen seinem wohlverdienten Schlaf. Wer weiß, wie lange es noch dauern wird, dass seine Mußezeit vorüber ist, weil die wärmende Sonne seine Blätter und dann seine Blüten aus dem Boden zu locken beginnt. Dieser Frühlingsbote stellt allein schon für die Augen eine Freude dar, sobald man die ersten Exemplare davon erblickt. Seit jeher steht das Veilchen aber auch in der Naturheilkunde hoch im Kurs, was uns bereits die überlieferten Dokumente der Botaniker und Ärzte des Mittelalters und der beginnenden Neuzeit belegen. Seine heilsame Wirkung richtet sich vor allem an die Nerven und an die Haut. Aber es besitzt noch schmerzlindernde Kräfte, um die es sich heute im speziellen dreht. Ganz konkret geht es um Kopfschmerzen bzw. um ein erhitztes Haupt. Heuer vor 120 Jahren starb der berühmte Pfarrer Sebastian Kneipp. Von ihm gibt es einen Rat für eine praktische Anwendung mit den Veilchen, den ich heute weitergeben möchte.

Veilchen-Tee bei Kopfschmerzen

Von getrockneten und zerkleinerten Blättern der Duftveilchen bereitet man sich einen Tee im Heißaufguss (2 Teelöffel voll mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen). Nach 15 Minuten abseihen und stehen lassen. Bei starken Kopfschmerzen zieht man den zimmerwarmen und bereits etwas abgestandenen Tee dieser Art heran, um damit den Hinterkopf abzuwaschen. Anschließend das Ganze einziehen lassen und daher länger im geheizten Zimmer verweilen. Hilft laut Kneipp auch bei großer Hitze im Kopf.


Veilchenstock ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





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