Eine zielführend scharf Kur

Der Rettich verzögert die Gallensteinbildung

Auf meinem Weg, den ich mehrmals pro Woche zwischen meinem Kloster Geras und dem Sitz des Vereines der Heilkräuter in Karlstein zurücklege, befindet sich nahe des Dorfes Eibenstein an der Thaya ein Steinbruch. Immer wieder stehen dort Lastautos, die entweder mit großen Gesteinsbrocken oder mit fein zerkleinertem Riesel beladen sind, je nach den Bestellungen des Auftraggebers. Das erinnert mich an ein Phänomen, das unserer Galle sehr zu schaffen machen kann. Und in diesem Zusammenhang ist es wiederum der Gartenrettich (Raphanus sativus), in dem u. a. das scharfe Senföl enthalten ist. Sensible Gaumen zieren sich daher eher, einen kräftigen Biss in die Wurzel eines Rettichs zu wagen. Doch dazu gibt es einen alternativen Weg, um an die Wirkkraft der Zuspeise zu gelangen. Es ist nämlich durchaus möglich, das zu den Kreuzblütlern zählende Gemüse zu entsaften. Das kann auf eine je unterschiedliche Weise geschehen. Viele unserer Zeitgenossen leiden oft an Beschwerden, die von sich in der Galle bildenden Steinen ausgehen. Die im Beruf oft notwendige sitzende Haltung kann genauso dafür förderlich sein wie eben auch Fettleibigkeit oder eine chronische Verstopfung. Wenn man von diesen ungünstigen Lebensweisen weiß, sollte man so gut es geht dagegen ansteuern. Als präventive Maßnahme gegen die Bildung von Gallensteinen kann ebenso der Rettichsaft von großem Nutzen sein. Im Handel bekommt man diesen ohnehin schon fertig aufbereitet zu kaufen. Hermann-Josef Weidinger empfahl eine regelrechte Kur, die man mit diesem Hausmittel durchführen kann.

Vorbeugende Kur

Diese sollte die Dauer von 6 Wochen umfassen. In der ersten Woche nimmt man dabei täglich 3-mal je 1 Esslöffel voll Rettichsaft ein. In der 2. Woche 6 Esslöffel pro Tag. In der 3. und 4. Woche wiederum kann man das Tagespensum auf 1/4 Liter steigern und in der 5. und 6. Woche gar 1/2 Liter Rettichsaft, den man weiterhin löffelweise einnimmt. Bei bereits diagnostizierten vorhandenen Gallensteinen ist auf jeden Fall die ärztliche Weisung maßgebend.


Schwarzer Rettich ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





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