Die Alltagsschmerzen ernst nehmen

Das Mädesüß ganz konkret anwenden

Wann habe ich endlich wieder einmal Zeit für mich? Es gibt so viel zu erledigen und dann kommt noch das eine oder andere hinzu, mit dem nicht zu rechnen war. Da fällt man des Abends nur mehr ins Bett, in der Hoffnung, sich in der Früh wieder einigermaßen aus den Federn erheben zu können. So wie in der Schule unsere Kinder hat aber auch jeder arbeitende Mensch das Recht, Pausen zu machen. Und wenn es nur eine Zuwendung zum eigenen Körper ist, der ohnehin signalisiert, dass es reicht. Im Mädesüß (Filipendula ulmaria) finden wir womöglich ein pflanzliches Gegenüber, das uns einlädt, inmitten so mancher Geschäftigkeit innezuhalten, um wenigstens für das physische Wohlbefinden etwas zu unternehmen. Das Mädesüß, das zur Pflanzenfamilie der Rosengewächse zählt, besiedelt gerne feuchte Standorte am Rande von human genutzten Zonen wie Wiesen und Felder. Es findet übrigens auch die Anwesenheit von Eschen und Erlen sehr angenehm und wächst daher in deren Nähe. In der Heilkunde wird dieses Kraut vorwiegend wegen seiner schmerzlindernden Wirkungen verwendet und dementsprechend aufbereitet. Früher, als es noch keine künstlich produzierten Geschmacksverstärker gab, hat man das Mädesüß ebenfalls zum Aromatisieren so mancher Getränke herangezogen. Was einem das Leben jedoch sprichwörtlich versalzt, das sind die zwischendurch auftretenden Schmerzen. Gelegentlich beginnt der Kopf weh zu tun, weil sich Verspannungen im Rücken- und Nackenbereich auf diese Weise bemerkbar machen. Da kann z. B. der Griff nach einer Wärmeflasche genau das Richtige sein, die man unterhalb des hinteren Kopfansatzes eine Weile anlegt. Zusätzlich ist es gut, sich 15 Minuten flach und entspannt liegend auszuruhen. Manchmal können Kopfschmerzen auch gepaart mit einer Erkältung einhergehen. Das ist dann der rechte Zeitpunkt, um sich beim Mädesüß einzustellen, das Linderung verschaffen kann.

Tee bei Kopfschmerzen

2 Teelöffel voll getrockneter Mädesüß-Blüten werden mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergossen. 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen, abseihen und schluckweise einnehmen. Am besten trinkt man davon nicht mehr als 2 Tassen pro Tag. Zusätzlich darf man den Tee noch mit Zitronensaft und Honig vermengen, die ja ohnehin als wertvolle Beigaben in Grippe- und Erkältungszeiten einen guten Ruf besitzen.


Madesus oder Wiesenkönigin ⓒ Foto: Kräuterpfarrer-Zentrum, Karlstein/Th.





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