Felder voll strahlender Pracht

Sonnenblumen sind nicht nur schön anzusehen

Welche Landschaften mögen Sie besonders? Sind es gebirgige Höhenrücken, ist es ein Strand am Meer, sind es die Dünen der Wüsten oder ist es das hügelige Land rund um die Weinberge? Da hat wohl jeder seine Vorlieben. An den sonnigen Sommertagen können selbst großflächig angelegte Agrarflächen eine gewisse Pracht entfalten, streift das milde Licht der untergehenden Sonne darüber. Ganz erhebend ist dies anzusehen, wenn sich vor den Augen womöglich ein Feld mit Sonnenblumen (Helianthus annuus) ausbreitet. Diese Alternativfrucht findet sich ja oft zwischen den goldgelben Getreidebreiten und sorgt für eine willkommene visuelle Abwechslung. Wenn auch die Landwirte, die diese Sonderkultur ziehen und ernten, den Ertrag aus den schalentragenden Körnern des Korbblütlers abschöpfen, so sind doch ebenso die Schönheit und die Erhabenheit dieses zierenden Gewächses von hohem Wert. Das wissen auch jene, die mit den Sonnenblumen lediglich kleine Flächen zwischen den Gemüsebeeten oder im Vorgarten bestücken. Natürlich kann man sich genauso dran freuen, wenn sich ab dem Reifen der Samen die naschenden Meisen einstellen, um sich ihren Speisezettel schon vor dem Eintreffen des Winters aufzubessern. Futterneid ist hier sicher nicht angesagt. Wir dürfen uns abgesehen davon schon früher eines Nutzens bedienen, der oft ganz übersehen wird. Denn solange die Sonnenblumen am Blühen sind, stehen uns die kranzförmig angeordneten Blütenblätter zur Verfügung. Ihre schmückende Eigenschaft habe ich bereits erwähnt. Darüber hinaus tun sie zudem unserem Organismus gut, wenn man sie dementsprechend aufbereitet und einsetzt. Jetzt noch kann die frische Ware zu diesem Behufe herhalten. Für später sollte man sich aber eine Reserve anlegen. Dies geschieht recht einfach, indem man die goldgelbe Pracht behutsam abzupft und gründlich im Schatten trocknet. Danach bewahrt man am besten die getrocknete Ware vor Licht und Feuchtigkeit geschützt auf.

Hausmittel Sonnenblumen-Blütenblätter

Die voll entfalteten Blütenblätter kann man frisch von den Sonnenblumen ernten und damit im Heißaufguss einen Tee zubereiten. Dieser erweist sich für die oberen Atemwege als entzündungsmindernd. Darüber hinaus darf man den Tee auch als Harntreiber einsetzen bzw. ihn bei Blähungen oder bei Durchfall trinken. Die getrockneten Blütenblätter der Sonnenblume wiederum kann man zu einem Pulver zerreiben und ebenfalls bei den letztgenannten Beschwerden in kleinen Mengen einnehmen.


Sonnenblumenblüte ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





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