Drei in eins

Der Echte Eibisch in all seinen Pflanzenteilen

Der Garten ist wie ein Supermarkt. Gewiss finden wir dort keine schreierische Werbung für die verschiedenen Produkte in Form von Schildern und Reklamen. Dennoch gibt es ein wechselndes und in der Vegetationszeit zugleich frisches Angebot, das man zeitgerecht nutzen kann. Für die Bestückung des kleinen grünen Reiches vor der Haustür ist jedoch der Besitzer selbst zuständig. Da konnte man bereits im Frühjahr oder im vergangenen Jahr das hineinholen, was einem zu Gesicht steht und sympathisch ist. Der Echte Eibisch (Althaea officinalis) kann unter anderem auch darunter sein. Dieses ausdauernde Malvengewächs stellt sich z. B. als reizmilderndes und entzündungshemmendes Hausmittel zur Verfügung. Der Eibisch bevorzugt einen humosen und zugleich feuchten Boden. Die Wurzeln, die einen hohen Gehalt an Schleimstoff haben, gräbt man am besten zeitig im Frühjahr oder im Herbst aus, die Blüten kann man den Sommer über von der Pflanze zupfen. Die Blätter hingegen erntet man am besten nach der Blütezeit, da sie dann mehr Gehalt an Pflanzenschleim besitzen als in der Wachstumsperiode davor. Bei der Aufbereitung der Wurzel zur Weiterverwendung ist darauf zu achten, dass man sie nach gründlicher Reinigung unter fließendem Wasser rasch trocknet. Am besten geschieht dies durch Zuhilfenahme künstlicher Wärme (ca. 40 °C). Wenn der Trocknungsvorgang zu lange dauert, kann es passieren, dass Pilze die Droge unbrauchbar machen. Aus der Wurzel lässt sich unter anderem ein Tee zubereiten, der bei Magengeschwüren und entzündeten Atemwegen gute Dienste leistet. Aber damit nicht genug. Denn die oben angeführten nutzbaren Pflanzenteile des Eibischkrautes lassen sich auch zusammenmischen und miteinander aufbereiten. Bei Beschwerden mit einer entzündeten Lunge oder einem infizierten Verdauungstrakt kann es also durchaus angebracht sein, diese Mischung dem Körper zuzuführen, um wiederum eine Besserung einzuleiten.

Eibisch-Tee in Kombination

Hermann-Josef Weidinger empfahl einen Eibisch-Tee, der aus einer Mischung von getrockneten und zerkleinerten Blüten, Blättern und Wurzeln (ca. zu gleichen Teilen) aufgegossen wird, als besonders wirkungsvoll. Man nimmt davon 2 Teelöffel voll und übergießt sie mit 1/4 Liter kaltem Wasser. 8 Stunden lang zugedeckt stehen lassen, dann leicht anwärmen und schließlich abseihen. Schluckweise und bedächtig trinken.


Eibisch ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





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