Die Vorfreude bewusst gestalten

Am Weg zur Entbindung Himbeer-Blätter verwenden

Vor nicht allzu langer Zeit traf ich ein befreundetes Ehepaar, das ich vor 10 Jahren kirchlich trauen durfte. Die Überraschung war für uns groß, als wir uns nach Langem wiedersahen. Mittlerweile sind die beiden Eltern geworden, so dass die Familie nunmehr zu viert den Alltag bestreitet. Ich weiß, wie schön es ist, genau so etwas zu ersehnen und als Familie nicht nur sich selbst, sondern zu einem beträchtlichen Teil auch der Gesellschaft damit eine Zukunft zu ermöglichen. Wenn nun in den Gärten und im Wald die Himbeersträucher (Rubus idaeus) ihre volle Größe erreicht haben und sich darauf vorbereiten, die erhofften Früchte zu liefern, so stellen sie auch gleichsam ein Bild dar, das uns darauf verweist, zu einer gewissen Fülle des Lebens gelangen zu können, indem man nicht nur sich selbst genügt, sondern auch für andere seine Kräfte und Reserven offenhält. Die Beeren der stachelbesetzten Rosengewächse sind ja hinlänglich bekannt. Trotzdem schadet es nicht, wenn ich in diesem Zusammenhang darauf verweise, dass Menschen, die aufgrund von Diabetes oder einer Beeinträchtigung der Leber oder der Galle bewusst eine Diätkost zu sich nehmen, vermehrt frische Himbeeren als Aufbesserung ihres Speisezettels „schnabulieren“ sollten. Im Hinblick auf ein heranwachsendes Kind im Leib seiner Mutter, das bald das Licht der Welt erblicken wird, soll man sich der Wirkung der Blätter der Himbeersträucher bedienen.

Tee für die Zeit rund um die Geburt

Werdende Mütter profitieren davon, in den letzten drei Monaten ihrer Schwangerschaft öfter einen Tee aus Himbeerblättern und -triebspitzen zu trinken, den man im Heißaufguss zubereitet. Am besten nimmt man in der Früh und am Abend eine Tasse davon zu sich. Es gibt dazu Erfahrungsberichte, dass sich dadurch die Häufigkeit von Muskelkrämpfen im Verlauf der Wehen verringert. Zudem fördert ein Himbeerblätter-Tee ganz sachte die gute Entwicklung der Milchdrüsen im Hinblick auf das Stillen.


Himbeere ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





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